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Wachstum 2017 - 2,2 Prozent: Der Wirtschaftsboom geht weiter

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Deutschland legt das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2011 hin. Die Wirtschaft ist damit laut Statistischem Bundesamt im achten Jahr in Folge gewachsen.

Archiv: Ein Containerschiff wird beladen, aufgenommen am 26.10.2017
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 2,2 Prozent zu, nach 1,9 Prozent 2016, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Quelle: imago

Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo 2017 gesteigert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 2,2 Prozent zu, nach 1,9 Prozent 2016, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das Wachstum 2011 war nur deshalb größer, weil sich damals Europas größte Volkswirtschaft von der tiefen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise erholen.

Kauflust der Verbraucher

Volkswirte bei Banken und die wichtigsten deutschen Forschungsinstitute hatten zuletzt für 2017 ein Wachstum in der Größenordnung von 2,3 Prozent prognostiziert. Getragen wurde der kräftige Wirtschaftsaufschwung demnach von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft, die die Nachfrage nach "Made in Germany" ankurbelt. Deutschlands Exporteure steuern 2017 auf das vierte Rekordjahr in Folge zu. In den ersten elf Monaten wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt (plus 6,5 Prozent).

Von der seit Jahren florierenden Konjunktur - und den anhaltend niedrigen Zinsen - profitiert auch der Fiskus. Der deutsche Staat konnte nach Berechnungen der Statistiker 2017 zum vierten Mal in Folge mehr Geld einnehmen als ausgeben. Der Überschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen machte unter dem Strich 1,2 Prozent des BIP aus, nach 0,8 Prozent im Vorjahr. Ein wenn auch minimales Defizit hatte Deutschland zuletzt 2013 verbucht.

"Auf dem Weg in die Hochkonjunktur"

Der Industrieverband BDI sieht Deutschland "auf dem Weg in die Hochkonjunktur", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf in Berlin. "Echte Risiken für eine konjunkturelle Überhitzung sehen wir nicht", ergänzte er. Deutsche Firmen dürften deutlich mehr investieren als zuletzt, und auch der Beschäftigungsaufbau werde weitergehen. Es werde "etliche hunderttausend neue Arbeitsplätze" geben.

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