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Verhandlungen mit FDP und Grünen - Merkel: Parteitag soll Jamaika absegnen

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Kanzlerin Angela Merkel verkündet beim Deutschlandtag der Jungen Union, mit FDP und Grünen über ein Jamaika-Bündnis reden zu wollen. Das letzte Wort über einen Koalitionsvertrag soll dann aber ein Parteitag haben.

Beim Deutschlandtag der Jungen Union hat Kanzlerin Merkel erstmals Gespräche über eine Jamaika-Koalition angekündigt. Über einen Koalitionsvertrag mit FDP und Grünen soll dann ein Sonderparteitag der CDU entscheiden.

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Die CDU-Vorsitzende hat erstmals offiziell Gespräche mit FDP und Grünen über eine Jamaika-Koalition angekündigt. Es werde schwierige Verhandlungen geben, aber es gehe darum, eine verlässliche Regierung zu bilden, sagte Merkel am Samstag beim Bundestreffen der Jungen Union in Dresden. "Ich möchte, dass sie zustande kommt." Über einen Koalitionsvertrag werde ein Sonderparteitag der CDU entscheiden. Die rund 1.000 Delegierten des Parteinachwuchses quittierten die Ankündigung mit Applaus.

Alle sollen bei Obergrenze Gesicht wahren

Die CSU rief sie im Streit über eine Obergrenze für Flüchtlinge zu einer Einigung auf. Die Schwesterparteien hätten im Wahlkampf geschafft, mit diesem Dissens zu leben, sagte Merkel. "Aber jetzt steht eine neue Aufgabe an: gemeinsam den Wählerauftrag umzusetzen". Die Flüchtlingspolitik habe wie kein anderes Thema CDU und CSU erschüttert. Merkel sagte, sie werde alles daran setzen, eine Lösung zu finden, bei der sich keiner verleugnen müsse.

In der Union wird nach den Wahlverlusten über die richtige Aufstellung von CDU und CSU diskutiert. Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer wollen am Sonntag versuchen, eine gemeinsame Linie für die Jamaika-Verhandlungen mit FDP und Grünen zu finden. Knackpunkt ist vor allem die von der CSU geforderte Obergrenze.

JU fordert Kurswechsel

Merkel stellte sich mit dem Auftritt nach den schweren Verlusten der Union bei der Bundestagswahl erstmals einem breiten Parteipublikum. Die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU hatte zum Auftakt ihres "Deutschlandtags" am Freitag eine Schärfung des konservativen Profils der Schwesterparteien und personelle Wechsel als Konsequenzen auf das Wahldesaster gefordert. Die JU hat aktuell etwa 110.000 Mitglieder, sie bezeichnet sich als größten politischen Jugendverband Europas.

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