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Seit Beginn der Messungen 1951 - Winter bisher so trüb wie nie

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Die Sonne macht sich in diesem Winter bisher äußerst rar. Gleich zwei Monate hintereinander lässt sie sich kaum blicken. Ein Rekord, wie der Deutsche Wetterdienst erklärt.

Archiv: Trübes Wetter in Würzburg am 27.11.2016
Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es in Deutschland noch nie so trüb und grau gewesen wie bisher in diesem Winter. Quelle: dpa

Grau, grau und noch mal grau: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es in Deutschland noch nie so trüb und grau gewesen wie bisher in diesem Winter. Dezember und Januar seien zusammen die Monate mit der geringsten Sonnenscheindauer, seit 1951 mit den Messungen begonnen wurde, sagte der Meteorologe Thomas Kesseler-Lauterkorn vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "Das, was wir gefühlt schon wussten, ist auch objektiv der Fall."

Betrachte man die Monate einzeln, schnitten sie allerdings besser ab: Im Dezember 1993 habe deutschlandweit im Schnitt nur 18,4 Stunden lang die Sonne geschienen, im vergangenen Dezember seien es 27,8 Stunden gewesen. Das übliche Dezember-Soll beträgt 39 Stunden.

Keine Aussicht auf Besserung

Besonders trüb sei auch der Januar 2013 gewesen mit nur 22,2 Stunden Sonnenschein. Für diesen Januar zeichne sich ebenfalls kein Rekord ab, denn an mehreren Messstationen sei dieser Wert bereits überschritten worden. Andere dagegen lägen weit darunter wie etwa der Flughafen Köln-Bonn mit bisher erst 14 Stunden Sonne in diesem Jahr. Durchschnittlich liegt das Januar-Soll bei 44 Sonnenstunden.

Und es gibt keine Aussicht auf Besserung. Am Freitag kann sich zwar der Südosten Bayerns über Sonnenstrahlen freuen und am Samstag auch die Mitte und der Westen Deutschlands, wie der DWD vorhersagte. Doch dann ziehen auch hier wieder dichte Wolken auf und es regnet. Dazu wird es etwas kühler: Sechs bis zehn Grad am Freitag und drei bis acht Grad am Samstag. Damit ist es dem DWD zufolge allerdings weiterhin deutlich zu warm für Ende Januar.

Sonne, Regen, Schnee oder Sturm? Unsere Meteorologen wissen mehr. Die Wettervorhersage für die kommenden Tage.

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Im Südwesten lockt das milde Wetter nach Angaben von Naturschützern bereits Pflanzen und Tiere aus ihrem Versteck. Sumpf-, Kohl- und Blaumeisen singen demnach bereits wie im März. "In der Pflanzenwelt sind bereits Winterlinge, Alpenveilchen, Tulpen und Narzissen in den Startlöchern", teilte der Naturschutzbund Nabu in Stuttgart mit. In den vergangenen Tagen war es im Südwesten frühlingshaft mit bis zu 17 Grad.

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