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Ticketpreise steigen um 0,9 Prozent - Fernreisen mit der Bahn werden teurer

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Im Dezember ist es wieder so weit: Die Deutsche Bahn wechselt den Fahrplan - und erhöht dabei auch die Preise für den Fernverkehr. In diesem Jahr sind aber nicht alle Strecken betroffen. Auf einer gilt weiterhin der alte Preis - auf einer anderen zahlen Passagiere 18 Euro mehr.

Im Durchschnitt erhöht die Bahn die Fahrpreise zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember um 0,9 Prozent. Fahrscheine zum vollen Preis (Flexpreis) werden in der zweiten Klasse durchschnittlich 1,9 Prozent teurer, in der ersten Klasse sind es 2,9 Prozent. Die Preise für die Bahncards 50 und 25 bleiben dagegen ebenso stabil wie die für Platzreservierung und die Sparpreise.

Fernverkehrschefin Birgit Bohle sagte, es handele sich um eine "ausgesprochen moderate Preiserhöhung". Vor einem Jahr lag sie bei 1,3 Prozent. 2011 und 2008 stiegen die Fahrpreise um 3,9 Prozent. Die Jahresteuerungsrate in Deutschland beträgt derzeit 1,8 Prozent.

Neue ICE-Strecke kostet 13,6 Prozent mehr

Je nach Strecke steigt der Flexpreis in der zweiten Klasse nach Bahn-Angaben um bis zu 3,5 Prozent, es kann aber auch weniger sein. Eine Ausnahme: Für die neue ICE-Strecke von München nach Berlin sind künftig 150 Euro Flexpreis zu zahlen. Das sind 18 Euro oder 13,6 Prozent mehr als bei bisherigen Verbindungen zwischen den beiden Städten. Die Fahrzeit verkürzt sich dafür von sechs auf viereinhalb Stunden, mit dem "Sprinter" sind es nur noch knapp vier Stunden.

Sonst liegt die Spanne der Preisanhebung nach Bahnangaben je nach Strecke zwischen null und 3,5 Prozent. Als Entschädigung für die lange Sperrung der Rheintalbahn bei Rastatt werden die am stärksten genutzten Strecken über den Abschnitt Karlsruhe-Basel nicht teurer. Der reguläre Fahrpreis von Hamburg nach Berlin steigt um zwei auf 81 Euro, das ist ein Plus von 2,5 Prozent.

Nur zehn Prozent zahlen Vollpreis

Sparpreise sollen weiterhin bei 19,90 Euro anfangen. Wer kurzfristig in den Zug steigt, zahlt oft mehr, weil er keinen Sparpreis mehr nutzen kann. Nach Angaben der Bahn sind das aber lediglich etwa 10 Prozent aller Fahrgäste. Die anderen 90 Prozent hätten entweder eine Bahncard oder kauften sich ein Ticket im Sonderangebot. Die Bahncard 100, mit der beispielsweise Geschäftsleute pauschal alle Züge nutzen können, kostet in der zweiten Klasse 4.270 Euro pro Jahr - 80 Euro mehr als zuletzt. Die Bahncards 25 und 50, für die es 25 und 50 Prozent Rabatt auf das jeweilige Ticket gibt, kosten so viel wie bisher. Auch Sitzplatzreservierungen kosten unverändert 4,50 Euro.

Bereits vor einem Monat hatten die deutschen Regionalbahnen ihre Preiserhöhungen bekanntgemacht: Das Preisniveau im Regionalverkehr erhöht sich demnach um 2,3 Prozent. Einzeltickets für den Nahverkehr werden im Durchschnitt 2,4 Prozent teurer.

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