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Hintergrund - Die Deutsche Umwelthilfe

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Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich für Umweltschutz und Verbraucherinteressen ein. Kritiker sagen jedoch, es gehe den Klimaschützern nur ums Geld.

Die Deutsche Umwelthilfe macht Rechte der Allgemeinheit vor Gericht geltend. Doch für viele in der Autoindustrie ist sie ein "rotes Tuch".

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Es ist ein zahlenmäßig kleiner Verein - der aber eine große Wirkung hat: Für viele in der Autoindustrie ist die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein "rotes Tuch". Seien es drohende Fahrverbote in Städten oder die Messung zu hoher Stickoxidwerte von Dieselfahrzeugen, wohl kaum ein anderer Umwelt- und Verbraucherschutzverband löst mit Klagen so viel Wirbel aus. Das hat der DUH den Vorwurf eingebracht, sie sei ein "Abmahnverein", der Bußgelder kassiere. So durchforstet der Verein bundesweit Werbeaussagen und Angebote von Unternehmen auf mögliche Verstöße. Viele Fälle landen vor Gericht. "Die Umwelt braucht einen Anwalt, und das leisten eben diese Verbände", sagt Rechtswissenschaftler Volker Haug.

Die Organisation selbst weist die Kritik zurück.

Die DHU versteht sich als Organisation, die beharrlich für Umweltschutz und Verbraucherinteressen kämpft: "Wenn staatliche Stellen sich von der Industrie ins Bockshorn jagen lassen - wir kontrollieren die Einhaltung umweltbezogener Verbraucherschutzvorschriften und scheuen uns nicht, notfalls Verstöße vor Gericht und in die Öffentlichkeit zu bringen", sagt Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Er verteidigt die Arbeit der DUH und sieht sie als unabhängig.

Knapp 100 Mitarbeiter hat die 1975 gegründete DUH an zwei Geschäftsstellen in Radolfzell am Bodensee und in Berlin. Der Jahrestat liegt bei rund acht Millionen Euro. Das Geld kommt zum einen von Projektzuschüssen - sie stammen etwa von der EU-Kommission, von Bundes- und Landesministerien, nationalen und internationalen Stiftungen. Ein Drittel der Finanzierung kommt von Verbraucherschutzabmahnungen. Daneben gibt es Förderer und Spender. Auf der Liste der Spender steht zum Beispiel der japanische Autobauer Toyota, was zuweilen bemängelt wird. Aber auch deutsche Autobauer wie Daimler, VW und Opel sind regelmäßig auf der Spenderliste.

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