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Wohnen in Deutschland - Drei Risiken des Immobilienmarkts

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Zu viele Einfamilienhäuser auf dem Land, zu viele Studentenwohnungen in den Städten: Glaubt man dem Institut der deutschen Wirtschaft, steht der Immobilienmarkt vor mehreren Problemen.

3.000 bis 5.000 Banker werden wegen des Brexit in den nächsten Jahren wohl in die Mainmetropole umsiedeln. Und sie brauchen Wohnungen. Der Preis spielt da eher eine Nebenrolle. Und genau deswegen sorgen die Neuankömmlinge auf dem Frankfurter …

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Einfamilienhäuser und Studentenapartments sind dabei nur zwei der Risiken. Ein drittes Problem: Möglicherweise überoptimistische Erwartungen von Investoren in Sachen Mietsteigerungen.

Zwar geben die IW-Immobilienexperten um Michael Voigtländer in einer aktuellen Studie insgesamt Entwarnung. Da gerade weder zu viel gebaut werde, noch eine große Expansion der Immobilienkredite anstehe, bestehe keine Gefahr einer Immobilienblase in Deutschland. "Die Chancen stehen gut, dass der Boom mit einer weichen Landung endet", heißt es in dem Papier.

Über den Bedarf hinaus

Doch für Teilbereiche des deutschen Immobilienmarkts sehen die Wissenschaftler größere Risiken - etwa das Überangebot ländlicher Einfamilienhäuser. "In ländlichen Landeskreisen sind mehr als doppelt so viele Einfamilienhäuser wie benötigt gebaut worden", schreiben die Immobilienexperten. Deswegen sollten Investoren auf der Suche nach Alternativen zu den großen Städten vorsichtig sein.

Darüber hinaus sieht die Studie Anzeichen für einen über den Bedarf hinausgehenden Bau von Kleinapartments, etwa in Frankfurt am Main. Die sinkende Zahl junger Erwachsener zwischen 18 und 25 und der Rückgang der Studentenzahlen könnte die Mieten für Mikroapartments unter Druck setzen.

Das dritte Risiko aus Perspektive von Immobilieninvestoren sehen die Wirtschaftsforscher in einer möglichen Verschärfung der Mietregulierung nach der Bundestagswahl, was Mieterhöhungen in der Zukunft erschweren könnte.

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