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Umstrittener Unkrautvernichter - EU will Glyphosat um fünf bis sieben Jahre verlängern

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Bislang wollte die EU den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat für weitere zehn Jahre lassen. Jetzt rudert die EU-Kommission zurück - aber nur maximal bis zur Hälfte. Am Mittwoch soll der Einsatz nun auf fünf bis sieben Jahre begrenzt werden.

Ein Verbot des landwirtschaftlich viel verwendeten Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, steht erneut zur Diskussion in Brüssel. Während Kritiker ein mögliches Krebsrisiko anführen, warnen viele Bauern vor den weitreichenden Folgen eines Verbots.

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Wie ein Sprecher nach der wöchentlichen Sitzung der Kommission am Dienstag in Straßburg sagte, strebt die Behörde nun eine Verlängerung zwischen fünf und sieben Jahren an. Das Europaparlament hatte zuvor in einer Resolution gefordert, die Zulassung nach fünf Jahren auslaufen zu lassen.

Die bisherige Zulassung von Glyphosat endet am 15. Dezember. Am Mittwochvormittag berät der zuständige Fachausschuss der Mitgliedstaaten über die weitere Zulassung. Die EU-Kommission hatte für das Treffen bisher eine Verlängerung um zehn Jahre vorgeschlagen. Nun habe sie ihren Vertreter in dem Gremium angewiesen, einen Verlängerungszeitraum zwischen fünf und sieben Jahren anzustreben, sagte der Sprecher. Dabei sollten "die Risikoanalyse" des Europaparlaments sowie internationale Untersuchungen in Betracht gezogen werden.

In Europa hoch umstritten

Der Einsatz des weit verbreiteten Unkrautvernichters ist in Europa hoch umstritten: Das Internationale Krebsforschungszentrum der Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat als "wahrscheinlich" krebserregend ein; die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) und die EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) kamen zum gegenteiligen Schluss. Für Ärger hatte die Zulassung von Glyphosat schon 2016 gesorgt. Die EU-Regierungen konnten sich damals nicht auf ein Verbot oder eine Verlängerung einigen. Damit musste die EU-Kommission entscheiden, die die Zulassung dann vorläufig um anderthalb Jahre verlängerte.

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