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Zweiter Teil des Klima-Quartetts - Maja Lunde erzählt "Die Geschichte des Wassers"

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Tausende haben ihre "Geschichte der Bienen" gelesen. Nun stellt Maja Lunde in Leipzig Teil zwei ihres Klima-Quartetts vor. "Das Wasser ist mein Element", sagt die Norwegerin.

Blick von der Trollzunge auf den Sørfjord (Archivbild)
"Die Geschichte des Wassers" ist die Fortsetzung des Bestsellers "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde. Quelle: panthermedia

Die Bücher von Dan Brown, Daniel Kehlmann, Ken Follet oder Elena Ferrante sind als Bestseller eigentlich gesetzt. Mit der Norwegerin Maja Lunde hatte 2017 kaum einer gerechnet. Sie ließ die große Konkurrenz hinter sich. Ihr Roman "Die Geschichte der Bienen" ist mit 350.000 Exemplaren laut einer Rangliste von Media Control für das "Börsenblatt des Deutschen Buchhandels" das "meistverkaufte Buch des Jahres 2017".

"Das ist surreal, aber es ist wirklich fantastisch", sagt die aus Oslo stammende Autorin auf dem blauen Sofa während der Leipziger Buchmesse. Sie habe schon länger versucht, für Erwachsene zu schreiben, jedoch lange kein Thema gefunden, das sie fesselte. Dann habe sie einen Dokumentarfilm über das Bienensterben gesehen und gewusst, darüber wolle sie schreiben. Zuvor war sie bereits als Kinder- und Drehbuchautorin aktiv.

"Ein großes Puzzle mit vielen Teilen"

Für "Die Geschichte der Bienen" habe sie viel recherchiert. Sie lege Wert darauf, dass die Fakten stimmen. Sonst würde sie nur nervös. Die Ideen seien gekommen, während sie an dem Roman schrieb – und sie reichen offenbar für vier Bücher. "Ich habe viele einfach schnell notiert. So in ein paar Sätzen", sagt Lunde. Jedes Buch könne man einzeln lesen, aber es gebe Beziehungen zwischen den Büchern. "Ich sehe es wie eine große Geschichte, ein großes Puzzle mit vielen Teilen“, erzählt Lunde.

Annette Orre spricht auf dem blauen Sofa mit Maja Lunde über "Die Geschichte des Wassers". Sehen Sie hier das ganze Interview.

Beitragslänge:
28 min
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Zwei Geschichten haben es nun in "Die Geschichte des Wassers" geschafft. So heißt Maja Lundes neues Buch, das am 19. März in Deutschland in den Buchhandel kommt. Ihre Arbeit daran habe mit zwei Figuren angefangen: Mit der Idee eines Klimaflüchtlings in Südeuropa - in einer nahen Zukunft; in einer Welt, in der es Dürren gibt. "Ich hatte dieses Bild von ihm im Kopf, wie er die Küste entlanggeht", erzählt Lunde. Das zweite Bild sei das von einer alten Dame in Norwegen gewesen. Einer Frau, die in der Nähe eines Wasserfalls lebt und die diesen Wasserfall sehr liebt.

Kein Sachbuch, sondern eine Geschichte über Menschen

Beim Schreiben des Buches habe sie sich sicherer gefühlt als bei "Die Geschichte der Bienen". "Das Wasser ist irgendwie mein Element", berichtet Lunde und erzählt, "ich segle schon immer. Mein Vater hatte ein Segelboot und ich habe jeden Sommer darauf verbracht". Als sie siebzehn war, habe sie zudem ein Jahr auf dem Schulschiff Christian Radich verbracht. Außerdem sei Wasser auch ein wichtiger Teil der norwegischen Geschichte.

Sie selbst sehe sich trotz der Klimathemen nicht als Aktivistin, sie sei vor allem Autorin. "Für mich geht es immer um die Figuren. Es geht um Menschen, deswegen schreibe ich auch keine dokumentarischen Texte oder Sachbücher", sagt Lunde, "und ich denke, man schreibt über das, wovon einem das Herz überfließt". Sie habe versucht, einen Roman zu schreiben, den sie selbst gerne lesen würde. Außerdem müsse man die Romane nicht unbedingt als Bücher über den Klimawandel lesen. Es seien auch Familiengeschichten. "Das ist das Magische: Es gibt so viele Versionen eines Romans, wie es Leser gibt", sagt Lunde.

Band vier soll das Klima-Quartett verbinden

Worum es im dritten Buch genau geht, will Maja Lunde auf dem blauen Sofa in Leipzig noch geheim halten. Aber sie arbeitet bereits daran. "Ich habe gestern daran geschrieben – auf der Fahrt hierher." Die Autorin verrät aber, "im dritten Buch werden wir eine der Figuren aus 'Die Geschichte des Wassers' wiedertreffen". Das vierte Buch werde dann die anderen drei verbinden.

Über eine Verfilmung ihres Klima-Quartetts will die Autorin noch nachdenken. Sie selbst hat einen Master in Filmwissenschaft und hat auch schon Drehbücher verfasst. Auf der Buchmesse in Leipzig erzählt sie: "Ich hatte schon Treffen mit Filmproduzenten, aber ich habe noch keinen Vertrag unterschrieben. Ich warte noch ab." Sie habe es nicht eilig. Von ihren neuen Geschichten habe sie aber bereits "ein ziemlich klares Bild".

Dem Autoren auf Twitter folgen: @martin_krauss.

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