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Metropolregionen im Vergleich - Warum Rhein-Neckar und Stuttgart vorne liegen

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Erstmals untersucht eine ZDF-Studie die Lebensbedingungen in allen großen deutschen Metropolen. Besonders Rhein-Neckar und Stuttgart können bei Familien und Senioren punkten.

Blick vom Philosophenweg auf Heidelberg mit Schloss, Altstadt, Neckar und Alte Brücke.
Blick vom Philosophenweg auf Heidelberg mit Schloss, Altstadt, Neckar und Alte Brücke. Die Metropolregion Rhein-Neckar schneidet im Familien-Ranking vor allem wegen des Bereichs "Freizeit & Kultur" am besten ab.
Quelle: Imago

Rund 56 Millionen Menschen leben in den deutschen Metropolregionen - ob weit im Norden in der Region Hamburg, im Südwesten in der Region Rhein-Neckar oder ganz im Osten in Berlin-Brandenburg. Eine Studie für die Fernsehsendung "ZDFzeit" untersucht erstmals die Lebensbedingungen für Familien und Senioren in diesen Ballungsräumen. Wissenschaftler des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos haben dazu die wichtigsten Themenbereiche untersucht - und aus 20 Kategorien ein Ranking erstellt.

Familien: Top 5 alle im Süden

Für Familien umfassen die Kategorien zum Beispiel die Bereiche Geld & Wohnen sowie Freizeit & Kultur. Beim Familien-Ranking zeigt sich ein leichtes Nord-Süd-Gefälle: Die ersten fünf Metropolregionen befinden sich alle im südlichen Teil Deutschlands. Am besten schneidet rechnerisch die Metropolregion Rhein-Neckar ab (113,5 Punkte). Diese Region "punktet vor allem im Lebensbereich "Freizeit & Kultur"", so Prognos-Studienleiter Dr. Oliver Ehrentraut. "Hier findet man die größte Dichte an gastronomischen Angeboten, viele Freizeit- und Erholungsflächen sowie die zweithöchste Dichte an Freizeitangeboten wie Schwimmbädern, Kinos und Museen."

Auf Rang zwei und drei folgen die Metropolregionen Stuttgart und Rhein-Main (beide 112,6 Punkte). Beide liegen ganz vorne im Bereich Gesundheit & Sicherheit. Insgesamt liegen alle zwölf Metropolregionen sehr dicht beieinander. So bietet auch die Metropolregion mit der geringsten Punktzahl - die Metropole Ruhr - Familien in vielen Bereichen gute Rahmenbedingungen. Familien dort können sich über relativ günstige Wohnkosten, kurze Pendelzeiten sowie schnelles Internet freuen. Insgesamt erreicht die Metropole Ruhr 96,6 Punkte.

Deutschland-Studie - Familien und Senioren

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In welchen Regionen leben Familien und Senioren am besten?

Senioren: Region Stuttgart auf Rang eins

Gesundheit & Pflege oder Wohnen & Freizeit: Auch für Senioren wurden die wichtigsten Lebensbereiche umfänglich analysiert. Für ältere Menschen lebt es sich der Studie nach in der Metropolregion Stuttgart (125,7 Punkte) am besten. "Die Metropolregion Stuttgart ist vor allem durch sehr günstige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ein überdurchschnittliches Einkommensniveau gekennzeichnet", erklärt Studienleiter Ehrentraut. Im Großraum Stuttgart werden Senioren zudem vergleichsweise selten Opfer von Kriminalität. Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens gegen Leib und Leben zu werden, ist für Senioren in der Region Berlin/Brandenburg mehr als 70 Prozent höher als in der Metropolregion Stuttgart.

Auf Rang zwei folgt die Metropolregion Rhein-Neckar (122,3 Punkte): Für Ältere bietet die Region die beste Versorgung bei Gesundheit & Pflege. Die deutschlandweit günstigsten Wohnkosten gibt es für Senioren dagegen in Mitteldeutschland. Das bringt die Region auf einen guten dritten Rang (120,9 Punkte).

Metropole Ruhr bei Sicherheit & Infrastruktur weit vorne

Wer in der Metropolregion Ruhr lebt, hat die kürzesten Wege zum nächsten Supermarkt oder zur Bushaltestelle. Studienleiter Ehrentraut erklärt: "Die infrastrukturellen Gegebenheiten sind im Ruhrgebiet deutlich besser als beispielsweise in der Metropolregion Nürnberg." Auch wenn Großstädte wie Essen immer grüner werden, gibt es in der Region beim Thema Erholungsflächen dagegen Nachholbedarf.

Die geringste Punktzahl erzielt die Metropolregion Berlin-Brandenburg (106 Punkte). In einigen Aspekten ist die Metropolregion allerdings sogar unter den Besten: etwa bei den Erholungs- und Freizeitflächen oder bei Kultur und Ehrenamt. Wichtig ist daher ein differenzierter Blick auf die Einzelergebnisse. Studienleiter Ehrentraut: "Keine Region fällt erheblich zurück. Insgesamt liegen die Ergebnisse so dicht beieinander, dass zum Teil nur die Nachkommastelle über die Position im Ranking bestimmt."

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