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Abgasskandal - Schulze: Industrie muss Blockadehaltung aufgeben

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Machbarkeit belegt: Mit dem jüngsten Diesel-Gutachten sieht Umweltministerin Schulze die Nachrüstungen als nicht zu teuer für die Autobauer an. Bis zu 3.000 Euro seien vertretbar.

Neu- und Gebrauchtwagen stehen bei einem Autohändler nebeneinander
Die Kosten für die Diesel-Nachrüstungen sind nach Ansicht der Bundesumweltministerin vertretbar
Quelle: dpa

"Wir haben uns im Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass wir Nachrüstungen wollen, wenn sie technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar sind. Das Gutachten zeigt, dass beide Bedingungen erfüllt sind", sagte die SPD-Politikerin Svenja Schulze der Deutschen Presse-Agentur.

Kosten könnten noch sinken

Die genannten Kosten von 1.000 bis 3.000 Euro pro Fahrzeug seien, so Schulze weiter, "für die Hersteller kein zu hoher Preis, um die Gesundheit der Stadtbevölkerung zu schützen, Fahrverbote zu vermeiden und den Wertverlust der Diesel zu stoppen".

Dazu komme, dass die Kosten höchstwahrscheinlich noch deutlich sinken würden, wenn die Autobauer kooperierten. "Die Autoindustrie muss endlich ihre Blockadehaltung aufgeben", forderte Schulze. "Klar ist, dass die Hersteller als Verursacher des Problems die Nachrüstungen bezahlen müssen."

Für Dieselautos drohen Fahrverbote

Am Freitag war ein Gutachten aus dem Januar bekannt geworden, das im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums die Machbarkeit des Einbaus einer besseren Abgasreinigung in ältere Diesel untersucht. Georg Wachtmeister von der Technischen Universität München kommt darin zu dem Schluss, dass Umbauten an Motoren von Euro-5-Fahrzeugen "mit verträglichem Aufwand möglich" seien.

Genannt werden Kosten von rund 3.000 Euro pro Auto. Damit ließe sich der Ausstoß von gesundheitsschädlichen Stickoxiden (NOx) senken. Weil in vielen deutschen Städten die Grenzwerte überschritten werden, drohen Fahrverbote für Dieselautos.

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