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DLRG zu Badetoten - Ungesicherte Badestellen als großes Risiko

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Hohe Temperaturen und schönes Badewetter sorgen leider oft auch für mehr Badeunfälle. Mindestens 250 Menschen sind in diesem Jahr bereits ertrunken, zeigen Zahlen der DLRG.

Warnschild am Ingelheimer Strand am Rhein
Warnschild am Ingelheimer Strand am Rhein
Quelle: dpa

Mit steigenden Temperaturen häufen sich die Meldungen über Badeunfälle. Die meisten ereignen sich im Binnenland, an ungesicherten Badestellen.

"An Flüssen, Seen und Teichen sind in den wenigsten Fällen Rettungsschwimmer im Einsatz", sagt Achim Wiese, Pressesprecher der DLRG, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft am Donnerstag anlässlich der DLRG-Zwischenbilanz zu den diesjährigen Badetoten. Kein Wunder also, dass 90 Prozent der Unfälle mit Todesfolge genau dort passieren.

Schwimmen trotz Badeverbot

"Ein simples Badeverbotsschild reicht eben nicht aus, um Menschen vorm Sprung ins unbewachte und vor allem unbekannte Gewässer abzuhalten", mahnt Wiese und verweist auf die Zahlen: Mindestens 250 Menschen sind seit Jahresbeginn beim Baden ertrunken.

Die meisten an Flüssen, Seen und Kanälen. Nur sechs Menschen ertranken hingegen in Schwimmbädern; dort gibt es meistens einen Schwimm-Meister, der ein Auge auf seine Gäste hat. Und auch an Nord- und Ostsee-Küste sind dank Zentralem Wasserrettungsdienst nur wenige Menschen dieses Jahr ertrunken.

Alkohol und Leichtsinn

Hauptgründe für das Ertrinken sind das Baden an unbewachten Stränden, Alkohol und Leichtsinn sowie Selbstüberschätzung. Was die Zahlen der DLRG noch zeigen: Der Anteil der Frauen liegt unter 19 Prozent, Männer sind wie in den Jahre zuvor die Hauptrisiko-Gruppe. "Männer sind risikofreudiger und spielen gerne mal den Helden, was dann leider allzu oft tragisch endet", erläutert Achim Wiese. Leichtsinn und Selbstüberschätzung kosten dann Menschenleben.

Eine weitere Risiko-Gruppe sind Menschen mit Migrationshintergrund. Hier gibt es einen leichten Anstieg der Zahlen. 18 Menschen aus dieser Gruppe ertranken beim Baden, deshalb sind die DLRG-Baderegeln inzwischen in über 25 Sprachen übersetzt.

Immerhin: Die Zahl der Badetoten ist gegenüber letztem Jahr leicht gesunken. Der Grund liegt in den Temperaturen. "Im Gegensatz zum Vorjahr waren der Frühling und der erste Sommermonat in diesem Jahr bislang doch eher verhalten und das spiegelt sich in den erfassten Zahlen wider", sagt Wiese.

Fragen und Antworten zum sicheren Baden

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