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Trump wirbt in Davos - "Amerika ist der Platz zum Geschäftemachen"

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US-Präsident Trump hatte beim Weltwirtschaftsforum in Davos als Letzter das Wort. Er wünschte sich einen freien, aber fairen Handel. Und mehr Investitionen in den USA.

US-Präsident Donald Trump spricht am 26.01.2018 bei der jährlichen Tagung des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz
US-Präsident Donald Trump am 26.01.2018 bei der jährlichen Tagung des Weltwirtschaftsforums in Davos Quelle: ap

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag beim Weltwirtschaftsforum in Davos die Unternehmen der Welt zum Investieren in den USA eingeladen. "Nie war die Zeit besser, um einzustellen, zu wachsen und zu investieren", sagte Trump in seiner mit Spannung erwarteten Rede bei dem Forum in Davos. "Jetzt ist die perfekte Zeit, ihren Betrieb und ihre Investitionen in die Vereinigte Staaten zu bringen", sagte er vor mehreren Hundert Vertretern der Wirtschafts- und Finanzelite im Publikum. Zuvor hatten zahlreiche Unternehmer, darunter Siemens-Chef Joe Kaeser, Trump für seine Steuerreform gelobt.

Trump für fairen und freien Handel

Auch hat Trump eine Rückkehr seines Landes zum Transpazifischen Handelsabkommen TPP nicht ausgeschlossen. Die USA werde über Freihandelsabkommen mit vielen Ländern nachdenken, darunter auch den TPP-Ländern. "Vielleicht auch als Gruppe", fügte Trump an. Kanada und Japan hatten angekündigt, dass das Abkommen zwischen elf pazifischen Ländern im März unterzeichnet werden soll.

Trump kündigte allerdings auch eine harte Linie bei der Überwachung der Regeln für den Freihandel an. "Wir werden nicht länger wegsehen", sagte Trump. "Wir können keinen fairen und freien Handel haben, wenn einige Länder die Regeln brechen", sagte Trump.

Trump wirbt für neues Einwanderungssystem

Außerdem warb Trump ein neues System der Einwanderung in die Vereinigten Staaten. "Unser Einwanderungssystem steckt in der Vergangenheit fest", sagte Trump. Er forderte eine Umstellung auf einen leistungsabhängigen Ansatz, wonach Menschen vor allem nach ihren Fähigkeiten ausgewählt würden.

In den USA streiten regierende Republikaner und Demokraten, deren Mitwirkung an der Gesetzgebung nötig ist, derzeit heftig über neue Regeln zur Einwanderung.

Buhrufe für Angriff auf Medien

Mit lauten Buhrufen haben Zuhörer in Davos auf heftige Angriffe des US-Präsident auf die Medien reagiert. "Erst als ich Politiker wurde, habe ich bemerkt, wie fies und gemein, wie bösartig und wie "fake" die Presse sein kann", sagte Trump in seiner Rede. Aus weiten Teilen des Publikums war daraufhin Protest zu hören. Trump ignorierte die Buhrufe und setzte seine Ausführungen fort.

Sehen Sie hier Donald Trumps Rede beim Weltwirtschaftsforum in voller Länge im engl. Originalton.

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27 min
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Zwischendurch erntete der US-Präsident auch Lacher. Etwa als er bemerkte, unter einer demokratischen Führung wären die Aktienkurse sicherlich um knapp 50 Prozent gefallen. Unter ihm seien die Kurse aber um 50 Prozent gestiegen. Zum Schluss seiner 15 Minuten und 50 Sekunden langen Rede war der Applaus der Wirtschafts- und Finanzelite in Davos aber spärlich.´

"Gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt"

Insgesamt diskutierten in Davos mehr als 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine Woche lang unter dem Motto "Für eine gemeinsame Zukunft in einer zerrütteten Welt". Dabei hatten prominente Redner wie Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, Indiens Regierungschef Narendra Modi und der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau mit Nachdruck für Freihandel und Globalisierung geworben - und sich damit indirekt gegen Trumps viel kritisierte Abschottungspolitik gestellt.

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