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Rede zur Lage der Nation - Recht auf den Amerikanischen Traum

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Zur besten Sendezeit sprach Donald Trump zu den Abgeordneten im Kapitol und zu Millionen Fernsehzuschauern. Amerika, so seine Botschaft, soll wieder sicher, stark und stolz sein.

US-Präsident Trump spricht in seiner ersten Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses über die Lage der Nation. Dabei ruft er zur Einigkeit auf und beschwört den "Amerikanischen Traum".

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Eine Stunde und zwanzig Minuten dauerte die Rede, in der Trump die Amerikanische Idee beschwor. "Dies ist unser neuer amerikanischer Moment. Es hat nie einen besseren Zeitpunkt gegeben, damit zu beginnen, den Amerikanischen Traum zu leben." Der Präsident lobte den neuen Optimismus, der überall im Land spürbar geworden sei im vergangenen Jahr. "Die Lage der Nation ist stark, unser Volk ist stark."

In der vollbesetzten Statuary Hall im Kapitol in Washington, pries Trump zunächst die Erfolge seiner Wirtschaftspolitik. 2,3 Millionen neue Jobs seien 2017 entstanden. Die Arbeitslosigkeit sei auf den niedrigsten Stand seit 45 Jahren gefallen. Und von den "größten Steuersenkungen in der Geschichte der USA", profitiere vor allem die Mittelklasse. Als lebender Beweis der Erfolgsgeschichte saß ein Mittelständler aus Ohio auf der Gästetribüne. Die Schilderungen wurden immer wieder von Applaus unterbrochen.

Trump will Reform der Einwanderungspolitik

Trump warb während der 80-minütigen Rede immer wieder um Einheit und Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern. "Kommt zusammen, lasst politische Differenzen beiseite, macht Euren Job."

Neben Wirtschaft, Infrastruktur, nationaler Sicherheit, ging es vor allem um das große Thema Einwanderungspolitik. Trump forderte endlich die Einwanderungsgesetze zu ändern. Jahrelang seien Drogen und kriminelle Banden in die USA gekommen. "Das müssen wir stoppen", forderte der Präsident.

Neben First Lady Melania Trump auf der Ehrentribüne saßen zwei Elternpaare, deren Töchter Opfer von Bandenkriminalität geworden sind. Es war einer der tragischsten Momente des Abends, als Trump die Geschichte der beiden 16-jährigen Mädchen erzählte, die von Mitgliedern der kriminellen Bande MS-13 ermordet worden waren.

Trump will "ungezügelten Familiennachzug" beenden

Neben Senatoren und Abgeordneten im Saal saßen auch 24 junge illegale Einwanderer. Demokratische Politiker hatten sie eingeladen, als klare Botschaft an den Präsidenten. Knapp zwei Millionen dieser sogenannten Dreamer, die als Kinder von ihren Eltern illegal ins Land gebracht wurden, leben derzeit in den USA. Ihr Aufenthaltsstatus ist unklar. Trump kündigte an, ihnen eine Einbürgerung zu ermöglichen. Aber nicht nur sie, "auch alle anderen Amerikaner sind Dreamer", rief er in den Saal. "Sie haben ein Recht auf den amerikanischen Traum."

Donald Trump hat "versucht, eine staatsmännische Rede zu halten und an die Nation zu appellieren", sagt ZDF-Korrespondent Ulf Röller über die Rede des US-Präsidenten zur Lage der Nation.

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Migranten, die bestimmte Anforderungen erfüllen und einen "guten moralischen Charakter" hätten, könnten über einen Zeitraum von zwölf Jahren die Staatsbürgerschaft bekommen, bot der Präsident an. Im Gegenzug fordert Trump allerdings Geld für den geplanten Mauer-Bau an der Grenze zu Mexiko. Außerdem will er die Greencard-Lotterie abschaffen und den "ungezügelten Familiennachzug" in die USA beenden. Applaus erhielt er dafür aus den Reihen der Demokraten keinen. Mehrere Abgeordnete wie der schwarze Bürgerrechtler John Lewis waren erst gar nicht gekommen. Andere trugen demonstrativ schwarz.

Guantanamo soll geöffnet bleiben

Beim Thema nationale Sicherheit gab Trump sich kämpferisch. Nach einem Jahr seiner Präsidentschaft habe der IS-Terror fast 100 Prozent seines Territoriums verloren. Mit Blick auf die jüngsten Terroranschläge in Afghanistan kündigte Trump an: "Wir werden den Terroristen künftig unsere Pläne nicht mehr vorher ankündigen." Acht Jahre, nachdem sein Vorgänger Obama die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo Bay anordnet hatte, verkündete Trump unter dem Jubel der Republikaner: "Das Lager bleibt geöffnet."

Mehr Geld für das Militär und ein entschiedenes Auftreten gegenüber der Welt, forderte der Präsident weiter, sei es gegenüber Russland und China oder gegen Schurkenstaaten wie Nord Korea. "Ich habe einen eisernen Schwur geleistet, Amerika überall an die erste Stelle zu setzen."

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