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Stichworte zum Online-Angriff - Doxxing: Wenn private Daten im Netz landen

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Woher stammen die nun veröffentlichten Daten Hunderter Politiker und Prominenter? Aus Hacker-Angriffen oder einem Leak? Sicher ist: Es handelt sich um Doxxing. Ein Glossar.

Archiv: Hände über der Tastatur eines Laptops, aufgenommen am 21.02.2018
Beim Doxxing werden personenbezogene Daten ins Netz gestellt.
Quelle: imago

Der Schutz der Privatsphäre wird in Deutschland unter anderem durch das im Grundgesetz garantierte Recht auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis gewährleistet. Bei der jüngsten Online-Attacke ging es den Tätern vor allem darum, diesen Schutz der Privatsphäre zu verletzen und möglichst viele personenbezogene und vertrauliche Daten von Politikern und Prominenten, die oft von Rechtsradikalen attackiert werden, öffentlich zu machen.

Weiterer Missbrauch gewünscht

Im Gegensatz zu "Leaks" von Whistleblowern wie dem ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden geht es beim sogenannten "Doxxing" (auch "Doxing" geschrieben) um personenbezogene Daten. Die Betroffenen sollen im Netz vorgeführt werden. Außerdem wollen die Täter einen Missbrauch der Daten ermöglichen.

Der Begriff "Doxxing" leitet sich vom englischen Wort "docs" (Dokumente) ab. Beim "Doxxen" werden möglichst viele private Informationen wie Kreditkartennummern, Scans von Ausweisdokumenten, vertrauliche Privatadressen oder Handynummern illegal abgefischt und dann online gestellt. In den USA spielt dabei auch die Sozialversicherungsnummer eine entscheidende Rolle, weil diese wiederum Tür und Tor für alle möglichen Betrugsattacken eröffnet.

Täter in der Regel nicht zu ermitteln

Wer die vertraulichen Dokumente und Informationen ins Netz gestellt hat, lässt sich im Regelfall nicht ermitteln. Im Web stehen etliche Dienste wie Pastebin, Box.com oder Megaupload zur Verfügung, die anonym oder mit einem Pseudonym genutzt werden können. Im aktuellen Fall spielt der Kurzmitteilungsdienst Twitter eine wichtige Rolle.

Dort verbreitete ein User seit dem 1. Dezember in einer Art Adventskalender Links auf Textdokumente, in denen wiederum die vertraulichen Informationen stehen. Außerdem sind in den Textdokumenten Links zu vertraulichen Dateien enthalten. Dabei handelt es sich um Scans von Ausweisdokumenten, PDF-Dateien von Briefen, Screenshots von Chat-Verläufen und andere sensible Inhalte. Der Account wurde erst am Freitagvormittag von Twitter deaktiviert.

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