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Schmuggel unter Wasser - Spanien: Polizei stoppt Drogen-U-Boot

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Es ist der womöglich erste Coup dieser Art in Europa: Vor Spaniens Küste stoppt die Polizei ein U-Boot - offenbar mit drei Tonnen Kokain an Bord.

Taucher der Spezialeinheit der Spanischen Nationalgarde verladen Ausrüstung.
Taucher und eine Spezialeinheit der Spanischen Nationalgarde arbeiten in Galicien.
Quelle: Imago

Die spanische Polizei hat ein Drogen-U-Boot aufgespürt. Das gut 20 Meter lange Schiff sei am Sonntag vor der Küste der Region Galicien im Nordwesten des Landes abgefangen worden, sagte ein Sprecher der Regionalpolizei am Montag.

Vermutlich drei Tonnen Kokain an Bord

Nach der Entdeckung habe die Besatzung das U-Boot absichtlich auf Grund gesetzt. Weitere Informationen gebe es erst nach der Bergung. Spanische Medien berichteten am Montag unter Berufung auf die Behörden, zwei Mitglieder der Besatzung seien festgenommen worden. Die Männer aus Ecuador hätten sich schwimmend ans Ufer gerettet. Einem dritten Mann sei die Flucht gelungen.

Das U-Boot stamme vermutlich aus Kolumbien und habe nach ersten Schätzungen etwa drei Tonnen Kokain im Wert von 100 Millionen Euro an Bord, berichtete die Regionalzeitung "La Voz de Galicia". Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre es das erste Mal, das ein U-Boot beim Drogenschmuggel nach Spanien gestellt worden ist. Der Coup sei der spanischen Polizei in Zusammenarbeit mit den Behörden in Kolumbien gelungen, hieß es. Ermittler in Spanien und anderen Ländern hatten das U-Boot den Angaben zufolge schon länger beobachtet.

Großer Umschlagplatz für Kokain in Europa

An Kolumbiens Küsten werden immer wieder U-Boote mit Drogenlieferungen beschlagnahmt. Erst im September beschlahnahmte die Polizei eines mit acht Tonnen Kokain an Bord.

Galicien ist einer der großen Umschlagplätze für Kokain in Europa - wenn nicht der größte. Verschiedene Clans der Autonomen Gemeinschaft beliefern nach Erkenntnissen der Behörden schon seit Jahrzehnten von der traditionell armen Region aus ganz Europa mit Drogen aus Südamerika. Die Chefs der Clans werden von der Bevölkerung oft als Helden verehrt, die für Jobs und bessere Lebensbedingungen sorgen.

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