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USA töten Al-Kaida-Anführer

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Drohnenangriff im Jemen - USA töten Al-Kaida-Anführer

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Über seinen Tod gab es seit Tagen Spekulationen, jetzt bestätigt der US-Präsident: Die Operation gegen den Chef des mächtigsten Ablegers des Terrornetzwerks Al-Kaida ist gelungen.

Eine an die Wand gesprühte Al-Kaida-Flagge. Archivbild
Eine an die Wand gesprühte Al-Kaida-Flagge. Archivbild
Quelle: Uncredited/AP/dpa

Die USA haben bei einer Operation im Jemen den Anführer des dortigen Ablegers des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida getötet. Der Angriff sei auf Befehl von US-Präsident Donald Trump erfolgt, erklärte das Weiße Haus.

"Terroristen aufspüren und eliminieren"

Kassim Al-Rimi stand seit Juni 2015 an der Spitze der Terrorgruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Er war zuvor Militärchef der Terrorgruppe, die als mächtigster Al-Kaida-Ableger gilt. Die Anti-Terror-Operation gegen Kassim al-Rimi sei auf den Befehl des US-Präsidenten hin erfolgt, teilte Trump am Donnerstag mit. Nach dessen Tod seien die USA und deren Verbündeten nun sicherer als zuvor: "Wir werden das amerikanische Volk weiter schützen, indem wir Terroristen, die uns schaden wollen, aufspüren und eliminieren."

Keine Details zum Einsatz

Wann der Einsatz gegen al-Rimi ausgeführt wurde, sagte Trump nicht. Auch Details zur Operation blieben zunächst offen. Allerdings gab es bereits Indizien, dass al-Rimi getötet wurde. Ende Januar wurde bei einem den USA zugeschriebenen Drohnenangriff im Osten Jemens ein Gebäude zerstört, in dem militante Al-Kaida-Anhänger untergebracht waren. Am 1. Februar teilte Trump auf seinem Twitter-Konto etliche Tweets und Medienberichte, die den Schlag gegen al-Rimi zu bestätigen schienen.

Gefährlichster Arm von Al-Kaida

Al-Rimi galt als Gründer der Gruppe Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel. Der Ableger wird seit langem als der gefährlichste Arm des Terrornetzwerks angesehen, da er unter anderem auch Anschläge auf Ziele im Westen geplant haben soll. Erst kürzlich hatte Al-Rimi in einer Videobotschaft im Namen seiner Gruppe die Verantwortung für eine Schusswaffenattacke auf dem US-Fliegerstützpunkt in Pensacola im Dezember übernommen.

Ein saudischer Flugschüler hatte dort in einem Unterrichtsraum drei US-Matrosen erschossen und zwei Hilfssheriffs verletzt, ehe er von einem der Beamten getötet wurde. Acht weitere wurden bei dem Angriff verletzt. In der Folge schickten die USA 21 saudische Militärschüler in ihre Heimat zurück, da sie unter anderem dschihadistische oder antiamerikanische Einstellungen in den sozialen Medien an den Tag gelegt hätten.

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