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Rennen um Kandidatur gegen Trump - Erste TV-Debatte: Demokraten laufen sich warm

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20 Demokraten bewerben sich um die Präsidentschaftskandidatur. Und weil es so viele sind, gibt es zum Auftakt des Wahlkampfes zwei TV-Debatten. Ein Nachteil für Elizabeth Warren.

Elizabeth Warren will Trump nicht entkommen lassen. Archivbild
Elizabeth Warren, Senatorin aus Massachusetts, gilt als "Frontrunner" unter den demokratischen Präsidentschaftsbewerbern. Allerdings kann sie sich bei der TV-Debatte am Mittwoch nicht mit ihren größten Rivalen messen - denn die treten erst beim Termin am Donnerstag an.
Quelle: Frank Franklin II/AP/dpa

So hatte Elisabeth Warren sich das sicher nicht vorgestellt. Die Senatorin aus Massachusetts ist einer der "Frontrunner" um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Doch wenn sie an diesem Mittwoch die Bühne zur ersten großen Debatte der potenziellen Trump-Herausforderer betritt, wird sie nicht gegen ihre schärfsten Gegner antreten können. Denn Ex-Vizepräsident Joe Biden, Senator Bernie Sanders aus Vermont, Pete Buttigieg, Bürgermeister von South Bend, und die kalifornische Senatorin Kamala Harris kommen erst einen Tag später dran.

Warren ist die mit Abstand stärkste Kandidatin in dem ansonsten schwachen ersten Bewerberfeld am Mittwoch: Einige ihrer Gegner sind dem US-Publikum kaum bekannt. Und die Kampagnen des früheren Kongress-Abgeordneten Beto O’Rouke, der Senatorin Amy Klobuchar und von Senator Cory Booker liefen bisher nicht so erfolgreich wie geplant. Und so müssen sie alle - auch Warren - mit geringeren Einschaltquoten als am Folgetag rechnen, was bedeutet: Weniger Gelegenheit, sich dem Publikum zu präsentieren, geringere Chancen, Umfragewerte zu steigern.

Biden und Sanders treffen am Donnerstag aufeinander

Am Donnerstag wiederum dürften sich weniger bekannte Kandidaten über eine ungewohnt große Aufmerksamkeit freuen. Senatorin Kristin Gilliband aus New York etwa könnte vor allem von dem erwarteten Showdown zwischen Joe Biden und Bernie Sanders profitieren. Die beiden treffen in dieser Woche zum ersten Mal direkt aufeinander.

Biden führt im Moment in allen Umfragen. Acht Jahre lang war der 76-Jährige Barack Obamas Vize, hat Erfahrung in der Innen- und Außenpolitik und als moderater Demokrat könnte er bei Wechselwählern punkten. Sanders, 77, dagegen ist der Star des progressiven Lagers, begeistert vor allem die studentische Jugend und linke Weiße.

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Insgesamt 20 Demokraten im Rennen

Doch, dass einer der beiden Spitzenreiter tatsächlich am Ende als Gegenkandidat zu US-Präsident Trump nominiert wird, ist gut 17 Monate vor der Wahl noch nicht ausgemacht. Auch die unterschiedliche Agenda der beiden macht deutlich, wie schwer sich die demokratische Partei mit der Frage tut, wer die richtige Person ist, um Donald Trump aus dem Weißen Haus zu jagen. Moderat oder links? Sollte es vielleicht doch jemand sein, der jung und aufstrebend ist? Könnte es ein Mann oder eher eine Frau schaffen?

Insgesamt 20 Kandidaten werden in den kommenden zwei Tagen versuchen, ein Millionenpublikum auf sich aufmerksam zu machen. Jeder von ihnen ist in den Meinungsumfragen auf mindestens ein Prozent Zustimmung gekommen oder hat 65.000 unterschiedliche Spender nachweisen können – das hatte die Parteiführung als Bedingung zur Teilnahme an der Debatte in Miami, Florida ausgegeben. Zwei Stunden werden die beiden Veranstaltungen dauern. Bei jeweils zehn Kandidaten wird jeder nicht viel mehr als zehn Minuten lang zur Wort kommen. Nicht viel Zeit, die Elizabeth Warren bleibt, um den Anschluss an das Spitzenfeld nicht zu verlieren. Die nächste Möglichkeit hat sie Ende Juli. Dann findet in Detroit, Michigan die zweite Debatte statt.

Britta Jäger ist Korrespondentin im ZDF-Studio in Washington.

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