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Dürremonitor - Wo Deutschland unter Trockenheit leidet

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Deutschland ist diesen Sommer bei der Dürre zweigeteilt: Während es in der Südhälfte wenig Probleme gibt, fehlt es im Norden an Wasser - mit Folgen für Landwirtschaft und Wälder.

Ein Landwirt fährt mit einer Sämaschine am Traktor über ein trockenes Feld am 24.04.2019 in Wandlitz
Trockenes Feld in Wandlitz in Brandenburg: Im Norden und Osten herrscht in diesem Sommer wieder Dürre.
Quelle: dpa

Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig zeigt, wie es um Deutschlands Böden steht. Die Situation in Nord- und Ostdeutschland sei zu Beginn des Sommers ungünstig, sagte UFZ-Klimaforscher Andreas Marx. "Es fehlt Regen." Aus dem Wassermangel im Boden können sich erhebliche Probleme ergeben, vor allem für die Landwirtschaft, die Wälder und die Frachtschifffahrt etwa auf der Elbe. Im Norden und Osten sei der Boden bis 25 Zentimeter Tiefe zu trocken.

Infografik: Verlauf der relativen Dürre der letzten 2 Wochen  - Entwicklung der letzten 14 Tage bis 25cm Tiefe
So trocken ist der Boden bis 25 Zentimeter Tiefe. Gelb steht für "ungewöhnlich trocken", Orange und Rot kennzeichnen ansteigend schwere Dürren.
Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Das sei vor allem für die Felder schwierig, erläuterte Marx. In tieferen Bodenschichten bis 1,80 Meter zeigt der Monitor sogar großflächig eine außergewöhnliche Dürre an. Das führe zu erhöhter Waldbrandgefahr und lasse die Bäume weniger widerstandfähig gegen Schädlinge werden. Wegen des niedrigen Wasserstands in kleineren Seen breiteten sich dort zudem Algen aus. Man dürfe die Lage aber nicht überdramatisieren, sagte Marx. Mit 2018 sei das aktuelle Jahr nicht zu vergleichen. "2018 war ein Extremereignis. Und Extremereignisse sind sehr selten, vor allem in aufeinanderfolgenden Jahren."

Infografik: Verlauf der relativen Dürre der letzten 2 Wochen  - Entwicklung der letzten 14 Tage - Gesamtboden
So trocken ist der Boden bis etwa 1,80 Meter Tiefe. Gelb steht für "ungewöhnlich trocken", dann geht es in Stufen bis Dunkelrot ("außergewöhnliche Dürre").
Quelle: Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Forscher erwartet keine Wiederholung von 2018

Auch wenn aktuell wieder Hitze und Trockenheit herrschten, dürfe man nicht davon ausgehen, dass sich die Dürre vom vorigen Jahr einfach wiederhole. Auch die Jahre 1974 bis 1976 seien sehr trocken gewesen, sagte der Klimaforscher. Gravierende wirtschaftliche Schäden habe es aber nur in einem der Jahre gegeben. Danach habe sich die Lage wieder entspannt.

Der Dürremonitor ist ein Berechnungsmodell für die Bodenfeuchte. Die UFZ-Forscher können dort für jeden einzelnen Tag seit 1951 die Feuchtigkeit im Boden darstellen. Als Dürre gilt, wenn die 20 Prozent der trockensten Werte erreicht werden.

Bodenfeuchte lasse sich besser berechnen als messen. Wenn man Messgeräte in den Boden eingrabe, verändere man zugleich den Boden und verzerre damit die Ergebnisse, erläuterte Marx. Die Daten der UFZ-Forscher werden unter anderem von Land- und Forstwirtschaft für die Einschätzung der Lage verwendet.

Es ist nicht nur vielerorts trocken, sondern in ganz Deutschland auch sehr heiß. Hier geht's zur aktuellen Wettervorhersage:

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