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plan b: Rares & Royales - Ein Herz für Schlösser

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Ein Palast hier, eine Burg da: Queen Elizabeth kann sich das leisten. Viele adelige Schlossherren aber sind so klamm wie die Mauern ihres Jahrhunderte alten Erbes.

"Mein Vater wollte den Palast bewahren und wusste, dass er das alleine niemals schaffen würde“, erzählt Ninian Stuart, Nachfahre der schottischen Königsfamilie. "Das Privatvermögen hätte dafür niemals ausgereicht. Deshalb hat er ihn dem National Trust for Scotland überlassen, damit der das alles erhalten kann."

Große Historie

Ninian spricht von Falkland Palace, dem Familiensitz in der Nähe von Edinburgh, einst Jagdsitz seiner royalen Vorfahren. Mary, Queen of Scots, sorgte hier im 16. Jahrhundert für einen Skandal: weil sie auf dem Tennisplatz in Hosen aufschlug.

Kleine Geschichten, große Historie: Sie am Leben zu erhalten, hat sich der National Trust for Scotland zur Aufgabe gemacht. Seit 1952 gehört Falkland Palace zu den historischen Gebäuden, um die sich die Denkmalschutzorganisation kümmert. Sie finanziert die Erhaltung des alten Gemäuers, und im Gegenzug wird es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ninian bewohnt nur noch einen Flügel des Palastes.

Lebendige Geschichte

50.000 Besucher zieht das alte Jagdschloss jedes Jahr an. Katy Jack ist eine der 20 Angestellten, die der National Trust in Falkland beschäftigt. "Ein Palast wie dieser ist ein lebendiges Beispiel für ein Gebäude, das noch in Gebrauch ist. Er ist kein Museum und nicht nur für Leute, die in vergangenen Zeiten schwelgen", sagt sie. "Hier wohnen immer noch Menschen. Das ist unglaublich wichtig, nicht nur für uns im Palast, sondern auch für die Gemeinde, die von den Besuchern lebt. Wir alle haben etwas davon."

Die drei Hektar großen Grünanlagen und das Gewächshaus in Schuss zu halten, ist eine gewaltige Aufgabe. Ohne ehrenamtliche Unterstützung könnte selbst eine so finanzkräftige Organisation wie der National Trust sie wohl nicht bewältigen. 40 Freiwillige aus der Umgebung arbeiten auf Falkland Palace mit, Charles Hughes als Gärtner. "Die drei fest angestellten Gärtner behalten uns im Blick: ob wir zufrieden sind mit dem, was wir tun - und ob sie umgekehrt auch zufrieden damit sind, wie wir es tun. Denn auch als Freiwilliger musst du gute Arbeit leisten."

Das Erbe aller

Das tun die Ehrenamtlichen offenbar. Die Konservatorin Charlotte Tomlin jedenfalls ist zufrieden mit dem Zustand des Palasts. "Die Hauptursache für Schäden hier sind die Besucher selbst. Sie stoßen gegen Dinge, sie verursachen Verschleiß. Aber das ist etwas, mit dem wir einfach klar kommen müssen. Denn wir wollen ja, dass die Menschen kommen und sich unsere Sammlungen ansehen. Genau dafür sind wir doch da!" Ninian Stuarts Zuhause ist ein Königspalast, ja - gleichzeitig aber auch das Erbe aller.

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