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Ein Jahr lang nicht zur Schule - Thunberg weitet ihren Protest aus

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Sie ist eines der Gesichter der aktuellen Klimaprotestbewegung. Dafür bestreikte sie sogar ihre Schule. Nun will Greta Thunberg für den Klimakampf noch einen Schritt weiter gehen.

Greta Thunberg am 28.05.2019 in Wien
Greta Thunberg will für den Klimaschutz ein Jahr lang auf die Schule verzichten.
Quelle: dpa
Greta Thunberg fordert eine stärkeren Kampf für den Klimawandel.
Greta Thunberg fordert eine stärkeren Kampf für den Klimawandel.
Quelle: Janerik Henriksson/TT News Agency/AP/dpa

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg will von diesem Sommer an ein Jahr lang nicht zur Schule gehen. Die 16-Jährige will sich nach dem Abschluss der neunten Klasse ganz auf ihren Kampf gegen die Klimakrise konzentrieren. Im September wolle sie am UN-Klimagipfel in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile.

Um ihre Schulzeit mache sie sich keine Sorgen, so Thunberg. Sie werde einfach ein Jahr später auf eine weiterführende Schule wechseln.

Reisealternativen zum Flugzeug gesucht

Normalerweise stünde für die junge Schwedin im August der Wechsel auf eine weiterführende Schule an. In den ersten neun Jahren gilt Schulpflicht. Da Thunberg aus Klimaschutzgründen nicht fliegt, arbeitet ihre Familie nach dpa-Informationen an Alternativen, wie sie nach Übersee kommen kann. Im Gespräch ist demnach, den Atlantik per Schiff zu überqueren.

Sie ist gerade mal 16 Jahre alt und hat schon vor den Entscheidern der Welt gesprochen: Klimaaktivistin Greta Thunberg. Immer freitags schwänzt die junge Schwedin die Schule, um für besseren Klimaschutz zu demonstrieren.

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Zuerst hatte die schwedische Zeitung "Dagens Nyheter" über Thunbergs Pläne berichtet. Sie zitierte die Aktivistin mit den Worten, der Entschluss sei ihr zwar schwer gefallen, es sei aber klar, dass im Kampf für das Klima gerade jetzt etwas passieren müsse. "Im Jahr 2020 müssen wir die Emissionskurve steil nach unten gewendet haben, wenn wir eine Chance haben wollen, unter 1,5 oder 2 Grad Erwärmung zu bleiben."

Erde schon um ein Grad wärmer

Schon jetzt hat sich die Erde nach Befunden des Weltklimarats IPCC im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund ein Grad aufgeheizt. Geht es weiter wie bisher, wird unser Planet Ende dieses Jahrhunderts wohl gut drei Grad wärmer sein. Zu den fatalen Folgen gehören je nach Region mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser.

Doch auch im vergangenen Jahr stieg der Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid an, statt zu sinken. Die Zusagen aller Länder weltweit reichen nicht, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Danach soll die Erderhitzung möglichst auf 1,5 Grad begrenzt werden. Zur Erreichung dieses Ziels muss der Kohlendioxidausstoß dem Weltklimarat zufolge bis 2030 um 45 Prozent sinken im Vergleich zu 2010, und 2050 netto null erreichen.

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