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Scheuer will Geld für Ladesäulen

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Eine Milliarde Euro zusätzlich - Scheuer will Geld für Ladesäulen

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Die Bundesregierung will mehr E-Autos auf die Straße bringen. Bis jetzt gibt es aber noch zu wenige Ladesäulen. Ein Förderprogramm soll das ändern.

Ladesäule für Elektroautos in Neuenstein,  Baden-Württemberg.
Ladesäulen für E-Autos muss es viel mehr geben, wenn sich die Elektromobilität durchsetzen soll.
Quelle: Sina Schuldt/dpa
Verkehrsminister Scheuer will zusätzliches Geld für E-Autos.
Verkehrsminister Scheuer will zusätzliches Geld für E-Autos.
Quelle: Nicolas Armer/dpa

Verkehrsminister Andreas Scheuer will den Anteil von Elektroautos durch ein Förderprogramm für private Ladestationen erhöhen. Er fordert dazu für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich.

Mit dem Geld will Scheuer den Einbau von Stationen in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Das sagte er der "Bild am Sonntag". Weil die Besitzer ihr E-Auto meistens zu Hause oder am Arbeitsplatz laden, soll der Staat auch beim Ausbau gewerblicher Ladestationen die Hälfte der Kosten übernehmen.

Eine Normalladestation mit Einbau und Netzanschluss würde dann mit bis zu 3.000 Euro gefördert. Für eine Schnellladestation gäbe es bis zu 30.000 Euro dazu. Das Förderprogramm soll laut der Zeitung bis Juli in Kraft treten.

Ladesäulen fehlen

Bisher ist ein großes Hemmnis für einen Durchbruch von E-Autos, dass es keine flächendeckende Infrastruktur an Ladesäulen gibt. Massiv mehr E-Autos sind wichtig, damit Deutschland seine Klimaziele im Verkehr 2030 erreichen kann. Scheuer hatte am Freitag als erste Maßnahme zum Klimaschutz ein Gesetzespaket für die Ladeinfrastruktur angekündigt.

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gab es Ende 2018 insgesamt über 16.100 Ladepunkte in Deutschland - davon 12 Prozent Schnelllader. Das Wirtschaftsministerium sprach von bundesweit etwa 8.000 öffentlichen Ladesäulen.

Die Branche kämpfte zuletzt mit einer auf den ersten Blick unscheinbaren Regeländerung: Ende März läuft eine Übergangsfrist ab - ab dem 1. April müssen die Ladesäulen formal dem Eichrecht entsprechen. Das Problem soll zunächst mit einer Umrüstfrist gelöst werden. Unklar ist auch, wie viele dieser Säulen nicht messrechtskonform sind.

Gelingt der E-Mobilität nun endlich der Durchbruch? Der Druck ist zumindest groß: Das EU-Parlament hat diese Woche einer drastischen Reduzierung der CO2-Grenzwerte für Neuwagen in Europa zugestimmt. Autobauer in Deutschland müssen künftig umdenken:

Beim Genfer Autosalon Anfang des Monats lag der Fokus auf E-Mobilität: VW, Daimler, BMW und die Konkurrenz aus dem Ausland stellten ihre Alternativen für schadstoffarmes Fahren vor:

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