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Müllvermeidung - Eine Welt ohne Plastik - geht das?

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Fisch, Autoreifen, Shampoo: Überall ist mittlerweile Plastik drin. Unsere Welt ist voll davon. Im "plan b-Talk" auf Instagram ging es um Lösungen für die Plastikflut.

Plastik ist überall, ob in Verpackungen oder im Duschgel. Das wird immer mehr zum Problem. Über Lösungen diskutiert Moderatorin Aminata Belli mit ihren Gästen im "plan b-Talk".

Beitragslänge:
2 min
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Wer kennt das nicht? Man kommt vom Wocheneinkauf nach Hause und erst einmal wird der Gelbe Sack gefüllt mit all den Verpackungen, die man mitgebracht hat. 11,7 Millionen Tonnen Plastik werden jedes Jahr allein in Deutschland verbraucht. Eine unfassbare Menge. Im "plan b-Talk" bei Moderatorin Aminata Belli plädiert Autorin und Bloggerin Shia Su vor allem für Müllvermeidung. Und das fängt für sie im Kleinen an. "Jeder kann bei sich anfangen. Das eigene Konsumverhalten kann man ändern, Konsum reduzieren. Es gibt viel mehr Produkte, als man denkt. Man muss sich nur umschauen." Shia kauft hauptsächlich regionale und saisonale Produkte. Denn lange Lieferwege zwingen die Hersteller häufig, die Produkte zu verpacken.

Gesetze als Ansporn

Für Isabell Schmidt, Geschäftsführerin der IK Industrievereinigung und Kunststoffverpackung e.V., liegt darin das Hauptproblem für die Industrie. Auf die Frage der zugeschalteten Inga Kälber von "zero waste Deutschland", wie man die Recyclingquoten verbessern könne, verweist Schmidt auf die Gesetzgebung: "Wir haben ein neues Verpackungsgesetz, wodurch sich die Recyclingquoten bei Kunststoff verdoppeln müssen. Es ist viel Investition passiert." "Aber warum warten Sie denn, bis die Gesetze erst kommen?", will Aminata Belli wissen. "Man braucht schon den gesetzlichen Anreiz", argumentiert Schmidt.

Nora Sophie Griefahn sieht darin eine verpasste Chance. Die Geschäftsführerin von "Cradle to cradle e.V." setzt sich für eine Kreislaufwirtschaft ein, also dass Produkte immer wieder verwendet werden können. Für sie "verschläft" die Industrie die Zukunft. Gleichzeitig warnt sie vor den gesundheitlichen Folgen von Plastik. "Manche Sachen gehören verboten. PVC hat in der Verpackung nichts zu suchen."

Problem Mikroplastik

Muss der Staat also mehr tun? Diese Frage stellt auch "Angeliquelini" aus der Community. "Muss der Staat Mikroplastik zum Beispiel in Kosmetika verbieten, damit sich was tut?" "Ja", sagt Shia: "Gesetze schaffen Salonfähigkeit. Es schafft bei vielem eine grundsätzliche Basis. Von staatlicher Seite kann da viel getan werden." Isabell Schmidt verweist auf das Bundesinstitut für Risikobewertung, das noch keinen Zusammenhang hat feststellen können.

Für Shia Su und Nora Griefahn ist das kein Argument. "Wenn ich laufe, dann müssen die Materialien in meiner Schuhsohle biologisch abbaubar sein", sagt Griefahn. Gleiches gelte auch für den Abrieb von Autoreifen. Diese seien in dem Sinne nachhaltiger geworden, dass sie länger halten. "Aber die Partikel sind jetzt so fein, dass sie in unsere Lungen gehen und in die Meere", sagt Griefahn.

"Wir müssen mehr in Lösungen denken"

Ganz im Sinne des konstruktiven Ansatzes von plan b, sind sich alle einig, dass das Problem nur zusammen gelöst werden könne. "Wir müssen mehr in Lösungen denken", sagt Isabell Schmidt. Trotz aller Kritik an Industrie und Staat ist Shia Su sicher: Wir schaffen das! "Das Problem ist ja noch gar nicht so alt." Früher seien wir ja auch ohne Plastik ausgekommen, dann könne das ja in Zukunft auch wieder der Fall sein. "Der Konsument ist nicht nur gefragt als Konsument", sagt Nora Griefahn. "Wir sind gefragt, unsere Stimme zu erheben und zu sagen: Wir wollen das anders."

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