Sie sind hier:

WMO-Kampagne zum Klimawandel - Der Sommer der Zukunft wird heiß

Datum:

Berlin, im Jahr 2100: Die durchschnittliche Sommertemperatur liegt bei 28 Grad, sechs Grad höher als 2017. Die Hitzebelastung ist enorm hoch, die Gefahr der Unwetter steigt. Das Wetter der Zukunft - es wird extrem, wenn die weltweiten Treibhausgas-Emissionen nicht sinken. 

Das Klima im Jahr 2100 wird definitiv wärmer werden. Eine aktuelle Klimasimulation zeigt, dass zum Beispiel in Berlin die Sommertemperaturen um 6 Grad auf 28 Grad steigen werden. Das hat Folgen für Mensch und Natur.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Das Klima wird sich verändern, das ist keine brandneue Erkenntnis. Um aber zu verdeutlichen, was das in Zukunft heißen könnte, hat die Weltwetterbehörde (WMO) sich etwas einfallen lassen. Wetterberichte aus den großen Städten dieser Welt - für das Jahr 2100. Die Klima-Simulationen zeigen, dass der Klimawandel unseren Städten massiv zusetzen wird. "Summer in the City" heißt diese Kampagne, bei der Wettermoderatoren aus den verschiedensten Ländern alarmierende Ergebnisse aufbereitet haben.

Sommer in Berlin

In unserer Hauptstadt könnten die Temperaturen im Jahr 2100 sehr viel höher liegen, im Schnitt um sechs Grad. Das bedeutet, sie würden im meteorologischen Sommer von 22 Grad auf 28 Grad ansteigen. Und auch die Zahl der heißen Tage mit über 30 Grad würde zunehmen. 2017 sind es im Durchschnitt bereits 14 heiße Tage. Experten rechnen, dass es in 80 Jahren mehr als doppelt so viele Hitzetage geben wird, etwa 34.

Und das hätte auch erhebliche Auswirkungen für die Menschen: Die Hitzebelastung steigt, sodass immer mehr Menschen an Asthma, Herz und Kreislaufbeschwerden leiden würden. Besonders ältere Menschen und Kinder geraten bei solchen Temperaturen an ihre körperlichen Grenzen. Für sie kann die Hitze sogar zur Lebensgefahr werden. Schlechte Nachrichten auch für Allergiker: Das wärmere Klima hilft allergieauslösenden Pflanzen, wie zum Beispiel der Ambrosia, sich weiter auszubreiten.

Unwettergefahr wird größer

Wir werden aber nicht nur mit der Hitze zu kämpfen haben, sondern auch mit sogenannten Starkregenereignissen. Denn mit jedem Grad der Erwärmung steigt die Gefahr um zehn Prozent. Was das heißt, konnten die Berline Ende Juni erleben: Es regnete so heftig, dass die Kanalisation die enormen Regenmengen kaum fassen konnte. Hochwasser, aber auch Orkane können zu Schäden an Gebäuden und der Infrastruktur führen. Die Anpassung an den Klimawandel wird daher immer wichtiger.

Mittlerweile haben mehr als 50 Prozent der Menschen ihren Lebensmittelpunkt in einer Stadt. Doch das Problem an solchen Ballungsräumen ist, dass sie sich stärker aufheizen als die Stadtränder oder ländliche Gebiete. In den dicht bebauten Wohnvierteln und versiegelten Flächen kommt es regelmäßig zum Hitzestau. Experten bezeichnen das als Wärmeinseleffekt. Dazu kommt eine Belastung der Luft durch Industrieanlagen und der hohen Verkehrsdichte.

Viele Städte haben bereits Strategien entwickelt, wie sie sich den extremen Bedingungen anpassen wollen. Die Konzepte sind so vielfältig wie die Städte selbst. Doch es rücken vor allem Wasser- und Grünflächen in den Fokus, auch auf Dächern oder vertikal, also entlang der Fassaden. Zudem werden vermehrt trockenstresstolerante Bäume und Sträucher gepflanzt, die der Hitze besser trotzen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.