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Mehr Geld - Tarifvertrag für deutsche Ryanair-Piloten

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Bereits im Dezember hatten sich Ryanair und die Piloten-Vereinigung Cockpit auf Eckpunkte verständigt. Nun gibt es erstmals einen Tarifvertrag.

Flugzeuge der irischen Airline Ryanair. Archivbild
Deutsche Ryanair-Piloten sollen künftig in Deutschland Steuern zahlen können - das ist günstiger.
Quelle: Marcel Kusch/dpa

Nach mehreren Streiks und langwierigen Verhandlungen erhalten die in Deutschland stationierten Ryanair-Piloten erstmals einen Gehaltstarifvertrag. Das teilte die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit mit.

Demnach sollen die Fixgehälter steigen - und ab dem kommenden Jahr auch die Netto-Einkommen. Der Grund: Dann können die rund 400 Beschäftigten unter deutschem Recht Einkommenssteuer zahlen. Bislang wurde die Steuer in Irland eingezogen, wo sich der Unternehmenssitz befindet. Dort sind die Sätze höher.

Um deutsches Recht anwenden zu können, überträgt Ryanair die in Deutschland stationierten Flugzeuge auf das Tochterunternehmen "Malta Air". Das dortige Steuerrecht erlaubt Einkommenssteuerzahlungen im EU-Ausland. Die VC hatte ursprünglich gefordert, einen eigenständigen Flugbetrieb in Deutschland zu gründen.

Einigung auf Eckpunkte bereits im Dezember

Bereits im Dezember hatten sich die Parteien auf Eckpunkte geeinigt.
Co-Piloten konnten mit einer Verdoppelung ihres Brutto-Fixgehalts auf 50.000 Euro pro Jahr rechnen, hieß es in Papieren der Tarifkommission. Für Kapitäne ging es um bis zu 33 Prozent auf zunächst 100.000 Euro hoch.

Weil gleichzeitig flexible Lohnanteile abgeschmolzen werden, bleiben unter dem Strich nur leichte Steigerungen des Gesamtgehalts, die nicht näher beziffert wurden. Weitere jährliche Steigerungen bis zum Ende der Laufzeit im März 2023 wurden ebenfalls vereinbart.

Mit dem Abschluss ist auch eine Vereinbarung über einen Sozialplan bei Schließung oder Reduzierung von Basen verbunden. Noch offen sind hingegen Verhandlungen über die Bildung eines Betriebsrats und den Manteltarif.

Urabstimmung der VC-Mitglieder steht noch aus

Weiter laufen bei Ryanair auch Pilotenstreiks in anderen europäischen Ländern, wie zuletzt in Großbritannien. Ryanair äußerte sich zunächst nicht zu dem Abschluss, über den die VC-Mitglieder noch eine Urabstimmung halten müssen.

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