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Neue Milliarden für Athen - Griechenland: Rettung auf Zeit

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Die Eurofinanzminister atmen auf: Eine nächste Runde der Griechenland-Rettung ist geschafft, wie immer in - fast - letzter Minute. 8,5 Milliarden Euro können nun nach Athen fließen. Doch die Lösung ist nicht optimal.

Die Eurofinanzminister haben sich auf eine neue Finanzspritze für Griechenland geeinigt. 8,5 Millionen Euro können nun nach Athen fließen, um Altschulden zu bedienen und unbezahlte Rechnungen des griechischen Staates zu begleichen.

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Er sehe Licht am Ende des Tunnels, sagt der griechische Finanzminister Euklid Tsakalotos erleichtert, auch wenn er nicht alles bekam, was er wollte. Immerhin 8,5 Milliarden Euro können nun nach Athen fließen, um Altschulden zu bedienen und unbezahlte Rechnungen des griechischen Staates zu begleichen. Eine neuerliche Pleite Griechenlands ist damit abgewendet.

Außerdem vereinbarten die Eurofinanzminister eine Wachstumsklausel bei der zukünftigen Rückzahlung von Krediten: Geht es der griechischen Wirtschaft gut, dann zahlt Athen mehr Geld zurück. Schwächelt die Konjunktur, würde der Schuldendienst verringert. Das allerdings ist nicht mehr als ein wohlmeinendes Versprechen für die Zukunft - denn im Moment zahlt Griechenland überhaupt keine Schulden zurück.

Streit über Schuldenerleichterungen bleibt

Ungelöst bleibt der Streit über Schuldenerleichterungen für Griechenland - das kann auch der Kompromiss vom Donnerstag nur mühsam überdecken. Es bleibt ein Grund-Dissens zwischen den europäischen Geldgebern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der die voraussichtliche Entwicklung der griechischen Wirtschaft deutlich skeptischer beurteilt - und sich deshalb auch nur widerwillig am Rettungspaket für Griechenland beteiligt. IWF-Chefin Christine Lagarde kündigte zwar ein neues Programm an, frisches Geld werde aber nur fließen, wenn es eine Einigung mit den Europäern über Schuldenerleichterungen gebe. Wann das ist, steht in den Sternen. Vielleicht wird es nie eine geben. Ein IWF-Programm "light" wäre das im besten Fall, im schlimmsten eine Mogelpackung.

"Niemand behauptet, dass dies die beste Lösung ist", gibt IWF-Direktorin Lagarde am Ende der Verhandlungen zu. Das können alle, die dabei waren, so unterschreiben: die Europäer, Wolfgang Schäuble, der Grieche und der IWF. Es ist vielleicht nicht die beste Lösung, aber eine, die Griechenland wieder einmal Zeit verschafft, und die einzige, die möglich war.

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