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Überraschender Durchbruch - Einigung im Handelsstreit zwischen USA und EU

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Die EU und die USA haben im Handelsstreit Einigungen in mehreren Bereichen erzielt. Das sagten Donald Trump und Jean-Claude Juncker nach einem Krisentreffen im Weißen Haus.

Die Erwartungen an das Spitzentreffen von US-Präsident und EU-Kommissionschef waren äußerst gering. Doch dann gab es auf einmal einen Durchbruch. Ist der Handelskonflikt zwischen der EU und den USA damit schon vorbei?

Keine Zölle mehr auf Industriegüter

Die Politiker vereinbarten am Mittwoch bei einem Krisentreffen im Weißen Haus, Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen zu wollen. Zudem wolle man über die Angleichung von Standards reden und gemeinsam an einer Reform der Welthandelsorganisation (WTO) arbeiten, erklärte Juncker. Er bestätige zudem, dass die EU künftig mehr Sojabohnen und Flüssiggas aus den USA importieren wolle.

Bei Autos soll es nach Angaben des US-Präsidenten allerdings weiterhin Zölle geben. Die bislang von Trump angedrohten Strafzölle auf europäische Autos sind aber nach EU-Angaben vom Tisch. Es werde "keine neuen Auto-Zölle" geben, verlautete aus dem Umfeld Junckers.

Reform der Welthandelsorganisation

Wir haben uns (...) getroffen, um eine neue Phase in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu starten.
US-Präsident Donald Trump

Trump sagte: "Wir haben uns genau hier im Weißen Haus getroffen, um eine neue Phase in den Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union zu starten. Eine Phase enger Freundschaft, starker Handelsbeziehungen, in denen wir beide gewinnen werden."

Zwischen den USA und der EU soll nach Trumps Worten nun ein Gesprächsprozess über "Standards" beginnen, um bürokratische Hürden zu reduzieren und den Handel zu erleichtern. Laut Juncker wollen die EU und die USA auch zusammen an der Reform der Welthandelsorganisation (WTO) arbeiten.

Juncker war nach Washington gereist, um eine weitere Eskalation des Handelsstreits abzuwenden. Trump hatte bereits Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängt. Die EU reagierte mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte wie Whiskey, Jeans und Motorräder. Trump ließ aber auch Sonderzölle auf den Import europäischer Autos prüfen, was vor allem deutsche Autobauer hart treffen würde. Die EU bereitete für diesen Fall weitere Vergeltungsmaßnahmen vor.

Faire Wettbewerbsbedingungen für Landwirte und Prodzenten

Trump bezeichnete Juncker zu Beginn des Spitzentreffens als einen "klugen" und "zähen" Mann. Der US-Präsident sagte: "Wir wollen nur, dass es faire Wettbewerbsbedingungen für unsere Landwirte, für unsere Produzenten, für alle gibt." Die USA wären sehr zufrieden, wenn es keine Zölle, keine Handelshindernisse und keine Subventionen gäbe. Zuvor hatte Trump auf Twitter mit zusätzlichen Importzöllen gedroht.

Kurz vor ihrem Gespräch hatten beide Politiker klargemacht, dass sie sich im Recht sehen und von der jeweils anderen Seite ein Einlenken erwarten. "Wir sitzen hier nicht auf der Anklagebank. Insofern brauchen wir uns auch nicht zu verteidigen", sagte Juncker im ZDF.

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