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Strategietreffen in Kassel - Heftige Debatte um Linken-Äußerung

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Heftige Debatten um eine Äußerung auf dem Linke-Strategietreffen. Eine Rednerin spricht vom "Erschießen von Reichen". Parteichef Riexinger reagiert erst halbherzig, dann strikt.

Archiv: Bernd Riexinger (Die Linke).
Bernd Riexinger (Die Linke) steht seit seiner (Nicht-)Reaktion auf der Strategiekonferenz in der Kritik.
Quelle: DPA

Ein Diskussionsbeitrag auf dem Strategietreffen der Linken in Kassel schlägt hohe Wellen. Die Partei diskutierte - übrigens bereits am Wochenende - ihre künftige Rolle in der Gesellschaft. Eine Rednerin, sie ist Parteimitglied aus dem Berliner Landesverband, sagt: "Energiewende ist auch nötig nach 'ner Revolution. Und auch wenn wir das ein(e) Prozent der Reichen erschossen haben, ist es immer noch so, dass wir heizen wollen, wir wollen uns fortbewegen...naja, ist so, wir müssen mal von dieser Meta-Ebene runterkommen". Im Hintergrund ist ein Raunen zu hören, vereinzelt gibt es Beifall, aber auch Kopfschütteln. Parteichef Riexinger, der auf dem Podium sitzt, greift nach dem Redebeitrag zum Mikrofon und meint scherzhaft: "Wir erschießen sie nicht, wir setzen sie schon für nützliche Arbeit ein". Seitdem hagelt es Kritik von allen Seiten.

Heftige Kritik von allen Seiten

CSU-Generalsekretär Markus Blume forderte deswegen am Dienstag den Rücktritt von Linke-Chef Bernd Riexinger. Riexinger müsse sich erklären und die Konsequenzen ziehen. "Der Rücktritt vom Parteivorsitz ist unausweichlich", schrieb Blume bei Twitter.

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CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak nannte die Haltung der Linken und Riexingers "abscheulich". "Deshalb keine Zusammenarbeit mit @dieLinke!", twitterte er.

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Riexinger: "Kommentar war und ist inakzeptabel"

Parteichef Riexinger distanzierte sich bereits am Dienstag bei Twitter von der Szene und schrieb: "Der Kommentar der Genossin war unakzeptabel, wenn auch erkennbar ironisch. Meine Reaktion darauf hätte sehr viel unmissverständlicher sein müssen". Später fügte er hinzu: "Auch wenn der Kommentar einer Teilnehmerin auf der Strategiekonferenz nun völlig aus dem Kontext gerissen wird, er war und ist inakzeptabel. Ich bedauere, dass ich ihn nicht sofort unmissverständlich zurückgewiesen habe."

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Ministerpräsidenten-Kandidat Ramelow: "Inakzeptabel"

Der Linken-Politiker Bodo Ramelow kritisierte den Vorgang scharf. "Wer Menschen erschießen will und von einer Revolution mit oder durch Gewalt schwadroniert hat mit meinem Wertekanon nichts gemein. So eine Aussage auf einer Konferenz meiner Partei ist inakzeptabel und hätte nie lächelnd übergangen werden dürfen!". Auch unwidersprochene Ironie mit der Aussage, man wolle "das eine Prozent" erschießen, sei für ihn nicht akzeptabel.

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