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Nach Eklat in Hessen - NPD-Ortsvorsteher abgewählt

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Kurze Amtszeit: Der NPD-Politiker Stefan Jagsch ist etwa sechs Wochen nach seiner Wahl zum Ortsvorsteher im hessischen Altenstadt-Waldsiedlung wieder abgesetzt worden.

Stefan Jagsch (Archiv)
Wieder abgewählt: Stefan Jagsch (Archiv)
Quelle: dpa

Nach dem Eklat um den NPD-Ortsvorsteher Stefan Jagsch im hessischen Altenstadt-Waldsiedlung ist dieser wieder abgewählt worden. Der stellvertretende Landesvorsitzende der rechtsextremen NPD war Anfang September von den Vertretern von CDU, SPD und FDP gewählt worden. Ihre Begründung: Es habe keinen anderen Kandidaten gegeben. Der Vorgang löste bundesweit Empörung aus. CDU, SPD und FDP beantragten danach seine Abwahl.

Als neue Ortsvorsteherin wurde nun die CDU-Politikerin Tatjana Cyrulnikov gewählt.

Jagsch will gegen Abwahl vorgehen

Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP stimmten zu Beginn der Ortsbeiratssitzung dafür, die Tagesordnungspunkte der Abwahl Jagschs und der Wahl einer Nachfolge nach vorne zu verschieben. In der Sitzungseinladung waren die Wahlen urspünglich als siebter und achter Tagesordnungspunkt aufgelistet. Nach seiner Abwahl stellte sich Jagsch umgehend zur Wiederwahl. Er erhielt nur eine Stimme und unterlag Cyrulnikov, die sieben Stimmen erhielt.

Der NPD-Politiker habe nach der Wahl angekündigt, juristisch gegen das Abstimmungsprozedere vorgehen zu wollen, sagte der Fraktionsvorsitzende der SPD Altenstadt, Jan Voß.

2016 war Jagsch bereits einstimmig zum vierten stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindeparlaments gewählt worden. Die NPD ist als verfassungsfeindlich eingestuft.

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