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Kritik nach Massakern: "Trump vergrößert Hass"

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Schüsse in El Paso und Dayton - Kritik nach Massakern: "Trump vergrößert Hass"

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Nach den Schusswaffen-Attacken in den USA rückt die Rhetorik von US-Präsident Trump in die Kritik. Die Demokraten werfen ihm vor, er befeuere Rassismus.

29 Tote an einem Wochenende: US-Präsident Donald Trump wird nach den Schusswaffenattacken in El Paso und Dayton scharf von der Opposition kritisiert. Mehrere Präsidentschaftsbewerber der Demokraten werfen dem Präsidenten vor, mit seiner aggressiven Rhetorik Hass und Gewalt zu schüren.

"Unser Präsident scheitert nicht nur daran, sich diesen inländischen Terroristen entgegenzustellen und sie zu entwaffnen", schrieb der demokratische Kandidat Pete Buttigieg auf Twitter. "Er vergrößert und duldet ihren Hass." Senator Bernie Sanders rief Trump auf, seine "rassistische, hasserfüllte und einwanderungsfeindliche Rhetorik" zu stoppen. Trump schaffe mit seinen Äußerungen ein Klima, "das gewalttätige Extremisten ermutigt".

Der demokratische Abgeordnete Adam Schiff twitterte: "Wenn der Präsident und andere Führungspersönlichkeiten sich einer rassistischen und entmenschlichenden Sprache bedienen, um Einwanderer und Muslime als Eindringlinge zu beschreiben, dann hören wütende und einsame Männer mit Waffen zu. Und sie schreiten zur Tat." Auch Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke, der aus El Paso stammt, machte Trump für die Attacke in der texanischen Stadt mitverantwortlich: "Er ist ein Rassist, und er schürt den Rassismus in diesem Land."

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Trump: Werden uns darum kümmern

Trump selbst sprach den Menschen in El Paso und in Dayton sein Mitgefühl aus: "Hass hat keinen Platz in unserem Land, und wir werden uns darum kümmern", sagte er vor Journalisten. Auf die Frage, ob er etwas gegen die Waffenprobleme im Land tun werde, sagte er am Sonntag, seine Regierung habe bereits viel getan. Aber vielleicht müsse mehr geschehen. Er fügte hinzu, dass es bei Taten wie denen vom Wochenende auch um ein Problem psychischer Erkrankungen gehe. "Das sind Menschen, die sehr, sehr ernsthaft psychisch krank sind." Probleme mit Schießereien gebe es schon seit Jahren. "Wir müssen das stoppen", sagte Trump, nachdem er sich stundenlang nicht in der Öffentlichkeit hat blicken lassen, sich zunächst auf Tweets beschränkte, und ansonsten auf seinem Golfplatz in New Jersey blieb.

Die ranghöchste Demokratin Nancy Pelosi forderte die Republikaner im Senat auf, sich Bemühungen anzuschließen, um die Waffengesetze im Land zu verschärfen. "Genug ist genug", erklärte sie. Tatsächlich laufen Bemühungen um schärfere Waffengesetze seit Jahren ins Leere - vor allem, weil Trumps Republikaner dagegen sind. Die mächtige Waffenlobbyorganisation NRA bekämpft vehement jeden politischen Versuch, Waffenbesitz stärker zu regulieren.

"Inländischer Terrorismus"

Die beiden Schusswaffenangriffe hatten die USA am Wochenende binnen weniger Stunden erschüttert. In einem Einkaufszentrum in der texanischen Grenzstadt El Paso erschoss ein 21-Jähriger 20 Menschen. 26 weitere wurden verletzt. In Dayton im Bundesstaat Ohio tötete ein 24-Jähriger neun Menschen. Bei dem festgenommenen Angreifer von El Paso wird ein rassistisches Motiv vermutet, die Justizbehörden sprechen von "inländischem Terrorismus". Der 21-Jährige soll ein Online-Manifest veröffentlicht haben, in dem von einer "hispanischen Invasion" die Rede ist. Das Schriftstück bezieht sich auch auf den rechtsextremen Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch im März mit 51 Toten.

Beim Angreifer von Dayton war das Motiv zunächst unklar. Nach Angaben von Bürgermeisterin Nan Whaley trug der Täter dunkle, schusssichere Schutzkleidung. Er habe eine Waffe mit vielen zusätzlichen Patronenmagazinen benutzt. Der 24-Jährige wurde nur rund 30 Sekunden nach Beginn seiner Attacke von der Polizei erschossen. Dadurch habe ein noch schlimmeres Blutbad verhindert werden können, sagte der Polizeichef von Dayton, Richard Biehl. Unter den Opfern des Angreifers war auch dessen Schwester. Sechs der neun Todesopfer waren Schwarze.

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