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Aktie legt kräftig zu - Tesla-Party geht weiter - trotz roter Zahlen

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Der E-Auto-Hersteller Tesla schreibt rote Zahlen, doch das interessiert die Aktionäre nicht. Der Konzern von Elon Musk hat seinen Umsatz mehr als verdoppelt. Die Nachfrage nach dem neuen Model 3 ist ungebrochen hoch. Die Börsianer feiern Tesla daher weiter - trotz Lieferproblemen beim Autobauer.

Die Kanzlerin hat es vergangene Woche verkündet, obwohl es längst alle wussten: Das Ziel, eine Million Elektroautos bis zum Jahre 2020 auf deutschen Straßen, ist verfehlt - deutlich. Es fehlt an Förderung, an Infrastruktur und am politischen Willen.

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Der Elektroautobauer Tesla hat die Erwartungen im zweiten Quartal übertroffen und liegt bei der Produktion des Model 3 nach eigenen Angaben im Plan.

Die Nachfrage nach dem ersten Mittelklassewagen des Konzerns von Tech-Milliardär Elon Musk ist riesig: Seit die ersten 30 Exemplare am letzten Freitag an Käufer übergeben wurden, gingen im Schnitt 1.800 Reservierungen pro Tag ein, wie Musk am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Quartalsbrief an die Aktionäre verkündete. Das Mittelklassemodell kostet in einer Grundausstattung rund 35.000 Dollar.

Warteliste wird länger

Der Rummel um Teslas Vorstoß in den Massenmarkt ist enorm. Einige Analysten trauen der Firma zu, den E-Antrieb mit dem Model 3 in den Mainstream zu bringen. Anhänger sprechen vom iPhone auf Rädern.

Doch durch den Kundenansturm wird auch die Warteliste für das Mittelklassemodell immer länger. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sprach Musk von 518.000 Vorbestellungen, räumte dann aber ein, dass es nach Abzug zurückgezogener Kauforders unter dem Strich lediglich 455.000 seien.

Da die Serienproduktion erst Fahrt aufnehmen muss, entsteht durch die vielen Reservierungen, für die Kunden je 1.000 Dollar anzahlen müssen, hoher Lieferdruck. Umso erfreuter reagierten Anleger, dass Musk nun versicherte, bei allen Produktionszielen des Model 3 auf Kurs zu sein.

Tesla-Aktie legt kräftig zu

Auch die Ergebnisse für das zweite Quartal kamen am Markt gut an. Verglichen mit dem Vorjahreswert sprangen die Erlöse um rund 120 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro). Der Verlust nahm zwar von 293 auf 336 Millionen Dollar zu, fiel damit aber dennoch deutlich geringer aus als angenommen. Die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um über acht Prozent. Auf Jahressicht steht der Kurs mit über 50 Prozent im Plus, mit einem Börsenwert von 53,5 Milliarden Dollar ist Tesla derzeit der am höchsten gehandelte US-Autokonzern.

An rote Zahlen sind die Aktionäre ohnehin gewöhnt und dass die ambitionierten Pläne von Tesla stark ins Geld gehen, ist hinlänglich bekannt. Firmenchef Musk hat sich einiges vorgenommen: Ab 2018 soll die Jahresproduktion auf 500.000 Autos erhöht werden. Für 2020 wird die Millionenmarke angepeilt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr rollten lediglich rund 84.000 Wagen vom Band. Für die massive Ausweitung der Kapazitäten nimmt das Unternehmen hohe Ausgaben in Kauf. Zudem investiert Tesla in großem Stil in andere Projekte wie etwa eine riesige Batteriefabrik.

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