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Terrorbedrohung - Elite-Einheit GSG9 sucht Nachwuchs

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Die GSG9 ist die Eliteeinheit der Bundespolizei. Angesichts der Terrorbedrohung soll die Einheit jetzt vergrößert werden.

Nachwuchs gesucht: GSG9-Spezialeinsatzkräfte. Archivbild
Nachwuchs gesucht: GSG9-Spezialeinsatzkräfte. Archivbild Quelle: Kay Nietfeld/dpa

Die Eliteeinheit der Bundespolizei, GSG9, soll um ein Drittel vergrößert werden und sucht deshalb Nachwuchs. Die GSG9 solle mit dem Aufbau eines zweiten Standorts in Berlin deutlich größer werden, sagte der Kommandeur der Einheit, Jérome Fuchs, dem rbb-Inforadio. "Wir reden über circa ein Drittel der aktuellen Stärke des Verbandes. Das ist auch die große Herausforderung für die GSG9, den geeigneten Nachwuchs zu bekommen". Stationiert werde die Einheit wahrscheinlich in Spandau, die Entscheidung ist jedoch noch nicht endgültig gefallen.

Anhaltende Bedrohung

Grund für den zweiten Standort in Berlin sei die anhaltende terroristische Bedrohung. "Wenn man sich die vergleichbaren Terrorlagen anschaut europaweit, dann waren oftmals die Hauptstädte betroffen. Wir müssen uns auf jeden Fall in der Hauptstadt besser aufstellen. Die Zielrichtung ist klar: eine schnelle Reaktionsfähigkeit der GSG9 in der Hauptstadt", sagte Fuchs.

Die Grenzschutzgruppe 9 - kurz GSG 9 - wurde 1972 als Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von schwerster und organisierter Kriminalität sowie Terrorismus gegründet. Auslöser war ein Anschlag, der die Welt erschütterte. 1972 überfiel ein palästinensisches Kommando israelische Sportler bei den Olympischen Spielen in München. Eine Befreiungsaktion auf dem Militärflughafen Fürstenfeldbruck endete mit einem Fiasko für die deutsche Polizei.

Gründer Wegener gestorben

Bei der Schießerei in der Nacht vom 5. auf den 6. September 1972 wurden alle israelischen Geiseln getötet, weil es den Polizisten nicht rechtzeitig gelang, die Entführer auszuschalten. Unmittelbar danach beauftragte der damalige Innenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) den Verbindungsoffizier des Bundesgrenzschutzes, Ulrich Wegener, mit dem Aufbau einer neuartigen Spezialeinheit.

Bekannt wurde die GSG 9 durch die Befreiung der von palästinensischen Terroristen entführten Lufthansa-Maschine "Landshut" mit 91 Menschen an Bord. Bei der Befreiungsaktion unter Führung von Ulrich Wegener auf dem Flughafen der somalischen Hauptstadt Mogadischu gelang es der GSG9 in der Nacht zum 18. Oktober 1977, alle Geiseln unverletzt zu befreien. Erst Ende Dezember starb Wegener, der erste GSG9-Kommandeur.

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