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Empörungswelle im Internet - Klöckner wegen Video in der Kritik

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In einem Video würdigt Ministerin Klöckner Nestlé dafür, dass es unter anderem den Zuckergehalt seiner Lebensmittel reduziert habe. Die Reaktionen sind heftig.

Wegen eines gemeinsamen Videos mit einem führenden Nestlé-Manager ergießt sich über Bundesagrarministerin Julia Klöckner im Internet eine Welle der Kritik. Auf Twitter beklagten zahlreiche Nutzer, Klöckner lasse sich von dem Lebensmittelkonzern für PR-Zwecke ausnutzen.

Unter den Kritikern sind auch prominente Politiker: Der SPD-Bundestagabgeordnete Karl Lauterbach bezeichnete den Vorgang als peinlich. Klöckner verteidigte ihr Vorgehen und bezeichnete Kritiker als "Hatespeaker".

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Agrarministerium veröffentlicht Video mit Nestlé-Chef

Das Landwirtschaftsministerium hatte am Montag im Internet ein kurzes Video veröffentlicht, in dem Klöckner mit Nestlés Deutschland-Chef Marc-Aurel Boersch vor der Kamera steht und das Unternehmen dafür würdigt, dass es den Zucker-, Salz- und Fettgehalt seiner Lebensmittel reduziert habe. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt warf der Ministerin vor, sie habe ein "Werbevideo" für Nestlé gedreht.

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Hintergrund für das Video ist eine vom Kabinett verabschiedete "Reduktions- und Innovationsstrategie", die Vereinbarungen auf freiwilliger Basis mit den Herstellern vorsieht. Für den Kampf gegen Übergewicht sollen viele Fertigprodukte so bis 2025 neue Rezepturen bekommen. Verbraucherschützer kritisieren dies als zu unverbindlich. Das Ministerium äußerte zwar Verständnis für die Kritik, steht aber weiter zu dem Treffen mit dem Nestlé-Chef: "Politik heißt, im Gespräch zu bleiben", hieß es in einem weiteren Tweet.

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Nestlé schon länger in der Kritik

Nestlé werden wie anderen Konzernen teils fragwürdige Geschäfte vorgeworfen. 2010 prangerte die Umweltorganisation Greenpeace an, dass das Unternehmen mit der Verwendung von Palmöl zur Zerstörung von Regenwald beitrage. Nestlé hat versprochen, bis 2020 nur noch Palmöl aus nachhaltiger Produktion zu nutzen.

Klöckner selbst verteidigte grundsätzlich das Vorgehen beim Reduzieren von Zucker, Fett und Salz über freiwillige Vereinbarungen. Wenn dies nicht funktioniere, müssten aber gesetzliche Regelungen her, sagte sie anlässlich einer Veranstaltung der Getränkebranche.

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