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USA entwickeln neue Raketen

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Nach Ende des INF-Vertrages - USA entwickeln neue Raketen

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Der INF-Vertrag ist Geschichte. Die USA kündigen an, nun mit der Entwicklung eines Mittelstreckenraketensystems voranschreiten zu wollen.

Donald Trump (l) und Wladimir Putin (Achiv).
Donald Trump (l) und Wladimir Putin (Achiv).
Quelle: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

Nach dem Ende des INF-Abrüstungsvertrages haben die USA die Entwicklung neuer Raketen angekündigt. Das Verteidigungsministerium werde die Entwicklung neuer Raketensysteme verfolgen, teilte das Pentagon mit. Dabei handele es sich um eine "umsichtige Antwort auf die Aktionen Russlands".

Die USA hatten zuvor ihren formalen Ausstieg aus dem INF-Vertrag von 1987 verkündet. Washington wirft Moskau vor, mit dem neuen russischen Marschflugkörper 9M729 gegen das INF-Abkommen verstoßen zu haben.

Esper: "Besonnene Antwort auf Russlands Handlungen"

Das Pentagon hatte bereits 2017 die Grundlage für das neue Mittelstreckenraketensystem gelegt. Washington argumentierte damals, dass Forschungspläne für das mobile landgestützte System als Botschaft an Russland gedacht seien, sich wieder an den Vertrag zu halten.

US-Verteidigungsminister Mark Esper erklärte am Freitag, da die USA sich nun aus dem Abkommen zurückgezogen hätten, werde das Verteidigungsministerium die Entwicklung "uneingeschränkt" vorantreiben. Er handele sich um eine "besonnene Antwort auf Russlands Handlungen".

Moskau: Washington hat "schwerwiegenden Fehler begangen"

Das Außenministerium in Moskau erklärte, das Abkommen sei auf Initiative der USA beendet worden. "Washington hat einen schwerwiegenden Fehler begangen", hieß es in einer Mitteilung der Agentur Tass zufolge.

Die Nato-Partner stellten sich mit einer gemeinsamen Erklärung geschlossen hinter die Entscheidung der USA. Für das Ende des Vertrags trage Russland die Verantwortung, sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas im Deutschlandfunk. Nun gehe es darum, nicht in einen Rüstungswettlauf einzusteigen und defensiv darauf zu antworten.

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