ZDFheute

Fukushima-Betreiber entfernt Brennstäbe

Sie sind hier:

Acht Jahre nach Atomkatastrophe - Fukushima-Betreiber entfernt Brennstäbe

Datum:

Acht Jahre nach der Fukushima-Katastrophe hat der Betreiber begonnen, die Brennstäbe zu entfernen. Die enorme Menge an angebrannten, strahlenden Stäben macht die Arbeit schwierig.

Insgesamt lagern in den Abklingbecken der drei Unglücksreaktoren 1.573 abgebrannte sowie unbenutzte Brennstäbe. Wie der Betreiber der Atomanlage in Fukushima, Tepco, bekanntgab, sollen zunächst sieben unbenutzte Brennstäbe aus dem Abklingbecken des Reaktors 3 herausgeholt werden.

Bergung dauert voraussichtlich zwei Jahre

Die Arbeit wird wegen noch immer hoher Strahlungswerte von einem Kontrollraum rund 500 Meter entfernt ausgeführt - mit ferngesteuerten Geräten. Die geborgenen Brennstäbe sollen dann in ein anderes, sichereres Becken auf dem Gelände der Atomruine umgelagert werden. Tepco rechnet damit, dass die Bergung noch bis Ende März 2021 dauern wird.

Die Arbeiten hätten bereits vor vier Jahren beginnen sollen. Technische Probleme und Trümmerteile durch das Erdbeben verzögerten den Einsatz immer wieder. Die Experten hätten vorsichtig bei der Entfernung der Trümmerteile vorgehen müssen, sagte Tepco-Sprecherin Yuka Matsubara. Probleme bereitete demnach auch der Staub, der bei dem Einsatz aufgewirbelt wurde und die radioaktive Strahlung verstärkte.

Vorbereitungen zur Überwachung der Bergung von Brennstäben in Fukushima
Die radioaktiv verseuchten Brennstoffe werden mit ferngesteuerten Geräten aus dem zerstörten Atomkraftwerk geborgen.
Quelle: AP

Shinzo Abe will Fukushima "wiederbeleben"

Am Vortag hatte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe das zerstörte Atomkraftwerk besucht. Dabei versicherte er, dass in seinem Kabinett jedes Mitglied ein Wiederaufbauminister sei. Seine Regierung bekräftige ihre Entschlossenheit, "für die Wiederbelebung von Fukushima und Nordostjapan zu arbeiten".

Die Reaktoren 1 bis 3 waren am 11. März 2011 in Folge eines Erdbebens und Tsunamis zerstört worden, es kam zu Kernschmelzen. Wegen der radioaktiven Strahlung mussten damals rund 160.000 Anwohner fliehen. Noch immer können rund 30.000 Menschen nicht zurück. Es war die schlimmste Atomkatastrophe seit Tschernobyl 1986.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.