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Entwicklungshilfe "ein Aushängeschild für Deutschland"

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Merkel würdigt Entwicklungshelfer - Entwicklungshilfe "ein Aushängeschild für Deutschland"

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Anläßlich der Feierstunde "50 Jahre Enwicklungshelfergesetz" würdigt die Kanzlerin die Arbeiter der Entwicklungshelfer und fordert stärkere Bemühungen zur Überwindung von Hunger.

Archiv: Lebensmittel aus Deutschland werden ausgepackt, , aufgenommen am 03.11.2017 im Kongo
Lebensmittel aus Deutschland werden ausgepackt.
Quelle: imago

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Entwicklungshelfern für ihren Einsatz in der Welt gedankt. Sie seien "ein Aushängeschild für Deutschland" und damit für die grundlegenden Werte wie die Achtung der Menschenwürde und einen respektvollen Umgang miteinander, sagte Merkel in Berlin. Sie sprach bei einer Jubiläumsfeier zur Verabschiedung des Entwicklungshelfergesetzes vor 50 Jahren. Seitdem haben mehr als 30.000 Menschen vor allem in Ländern des Südens geleistet.

Merkel hebt Bedeutung der Arbeit der Entwicklungshelfer hervor

Angela Merkel am 12.07.2019 in Berlin
Angela Merkel
Quelle: Reuters

Merkel sprach von einem "wegweisenden rechtlichen Instrument". Das Vielfältigkeit des Engagements der Helfer sei beeindruckend, zumal die Arbeit oft unter großen Risiken stattfinde wie etwa im Irak oder Afghanistan. Die Entwicklungszusammenarbeit sei ein Beitrag "zu wirtschaftlichem, sozialem und politischem Fortschritt in Entwicklungs- und Schwellenländern", bekräftigte die Kanzlerin. Sie sei ein Beitrag zum "globalen Gemeinwohl" und damit zum guten Zusammenleben auch hierzulande.

Wir kommen voran, aber deutlich zu langsam.
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Die Kanzlerin betonte, dass die großen Herausforderungen nur multilateral und gemeinsam zu bewältigen seien. Dabei äußerte sie die Hoffnung auf ein deutliches Signal für mehr Anstrengungen zur Überwindung von Armut und Hunger vom UN-Treffen in New York, das Zwischenbilanz bei der Umsetzung der UN-Agenda 2030 zieht. "Wir kommen voran, aber deutlich zu langsam", beklagte Merkel. Es gebe auch Rückschritte, etwa beim Kampf gegen den Hunger.

Merkel forderte innovative Ansätze in der Entwicklungszusammenarbeit. Zwar bleibe die humanitäre Hilfe zentral. Aber anstelle des Prinzips von Geben und Nehmen trete mehr und mehr eine partnerschaftliche Zusammenarbeit. Die Kanzlerin plädierte für eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit ärmeren Ländern, um Fortschritte für diese Länder zu erreichen. Merkel verwies auf den "Compact with Africa" und kündigte an, noch für dieses Jahr Vertreter der kooperierenden Staaten aus Afrika erneut zu einer Konferenz nach Berlin einzuladen. Entwicklung lasse sich nicht von außen verordnen, sondern müsse von innen kommen.

Die Vereinten Nationen haben sich in der Agenda 2030 Ziele zur Überwindung von Armut in der Welt gesetzt. Beim Gipfel im September in New York soll eine Zwischenbilanz gezogen werden. Merkel beklagte, bei einigen Nachhaltigkeitszielen gebe es sogar Rückschritte. So sei die Zahl der Menschen, die Hunger leiden, wieder gestiegen. Auch die CO2-Emissionen und der Rohstoffverbrauch hätten zugenommen. Daher müsse man die Bemühungen verstärken, um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Müller betont schwierige Bedingungen für Entwicklungshelfer

Wir brauchen auch weiterhin Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer als Experten, Wissensträger, Multiplikatoren, engagierte Mitmenschen
Gerd Müller, Entwicklungsminister

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) betonte in einer Mitteilung: "Wir brauchen auch weiterhin Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer als Experten, Wissensträger, Multiplikatoren, engagierte Mitmenschen". Die Fachkräfte leiteten ihren Dienst oftmals unter schwierigen Bedingungen und mit großem Einsatz. Um die Globalisierung gerecht zu gestalten, brauche es Menschen, die gewillt seien, sich zu engagieren und ihr Wissen zu teilen.

Die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, dankte den "zurückgekehrten Entwicklungshelfern" und bewertete das Gesetz als "gelungenes Format". Und sie würdigte die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Staat, Kirche und Zivilgesellschaft.

Über 1.000 Fachkräfte "ohne Erwerbsabsicht"

Die Fachkräfte leisten ihren Dienst in Entwicklungsländern "ohne Erwerbsabsicht", "um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Fortschritt dieser Länder beizutragen", wie es im Gesetz heißt. Die Aufgaben sind vielfältig: von der Landwirtschaft über den Ressourcenschutz, Gesundheit, Bildung bis zur Friedensarbeit und Förderung von Demokratie und Zivilgesellschaft.

Derzeit sind rund 1.130 Fachkräfte in über 90 Ländern im Entwicklungsdienst tätig. Die Mehrheit der Fachkräfte ist zwischen 30 und 50 Jahre alt.

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