Sie sind hier:

Machtkampf um Seehofer-Nachfolge - Müller: CSU braucht "neuen Aufbruch"

Datum:

Der aktuelle Machtkampf biete die Chance für einen "Aufbruch in der CSU", sagt Entwicklungsminister Gerd Müller. "Wir brauchen die Erfahrung, aber auch die Erneuerung in der CSU."

Zu den aktuellen Meldungen, Seehofer werde den CSU-Parteivorsitz behalten, aber auf die Spitzenkandidatur verzichten, sagt Entwicklungsminister Gerd Müller im ZDF: "Ich kann das nicht bestätigen, aber ich kann mir das vorstellen, dass das eine gute …

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Was die am Abend kursierenden Gerüchte, Horst Seehofer wolle den Parteivorsitz behalten, sich dafür aber vom Amt des bayerischen Ministerpräsidenten zurückziehen, anbelangt, hält sich Müller in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" noch bedeckt: "Ich kann das nicht bestätigen, aber ich kann mir das vorstellen, dass das eine gute Lösung wäre."

Entscheidung am Montag

Für Montag hat die CSU die langersehnte Entscheidung angekündigt, wie die personelle Besetzung der Spitzenämter in Partei und Land künftig aussehen soll. Die Beratungen darüber fanden am heutigen Sonntag in den Gremien statt

Müller gibt sich optimistisch: "Heute wird der Knoten durchgeschlagen für einen neuen Aufbruch in der CSU." Man brauche sowohl die Erfahrung, als auch "die Erneuerung in der CSU", so der Politiker.

Brauchen "starke CSU in Berlin"

Die Vergangenheit habe gezeigt, dass es "absolut notwendig" sei, eine "starke CSU in Berlin" zu haben, betont der Minister. Bei den Sondierungsverhandlungen habe Parteichef Seehofer mit Grünen und FDP "hervorragende Ergebnisse" erzielt, sagt Müller. Auch in Zukunft müsse die CSU in Berlin "stabil und kompetent" vertreten sein, und "mit Horst Seehofer als Parteivorsitzender wäre das gewährleistet".

Besonders hervorzuheben sei der bei den Sondierungsgesprächen erzielte Kompromiss in der Flüchtlingspolitik. Dieser hätte eine deutliche CSU-Handschrift getragen, sagt Müller. "Jeder ist jetzt für eine Begrenzung der Zuwanderung." Dieses Thema habe seine Partei im Wahlkampf gesetzt.

GroKo statt Minderheitenregierung

Was die weitere Regierungsbildung anbelangt, spricht sich der Entwicklungsminister klar für eine Große Koalition aus. "Deutschland braucht jetzt, und zwar relativ schnell, eine stabile Regierung, keine Minderheitenregierung", sagt Müller. Das sei für die Bewältigung der Krisen in Europa "ausgesprochen wichtig", so der CSU-Politiker im ZDF.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.