Erdogan hält an Waffendeal mit Moskau fest

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Luftabwehrsystem S-400 - Erdogan hält an Waffendeal mit Moskau fest

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Trotz Kritik aus den USA hält der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am geplanten Kauf russischer S-400-Luftabwehrraketen fest.

Archiv: S-400-System am 29.11.2018 in Russland
S-400-Luftabwehrraketen in Russland
Quelle: dpa

Erdogan betonte im Fernsehsender Kanal 24: "Der S-400-Deal ist abgemacht, es gibt kein Zurück. Wir haben eine Vereinbarung mit den Russen". Der türkische Präsident kündigte weiter an: "Wir werden auf eine gemeinsame Produktion hinarbeiten. Nach S-400 werden wir vielleicht auf S-500 wechseln."

Mehrfache Warnungen an die Türkei

Die USA haben Ankara mehrfach vor dem Kauf des Abwehrsystems gewarnt und gedroht, den geplanten Verkauf ihrer F-35-Kampfjets an die Türkei abzublasen. Neben Washington haben auch andere Nato-Partner wiederholt kritisiert, dass der Kauf des russischen Systems nicht kompatibel sei mit der Militärausrüstung der Verbündeten. Es handele sich um ein Sicherheitsrisiko, warnten sie die Türkei.

Das Thema hat die Spannungen zwischen Washington und Ankara erhöht. Das Verhältnis ist wegen der Situation im Bürgerkriegsland Syrien ohnehin bereits unterkühlt. Erdogan erklärte, die ersten S-400-Raketen würden im Juli geliefert. Mit Blick auf die USA bemerkte er, sein Land könne noch immer das US-Flugabwehrsystem Patriot erwerben. Dafür müssten aber Bedingungen und Preis passen, und eine gemeinsame Produktion angestrebt werden.

F-35-Auslieferung aus den USA lahmt

Im Dezember hatte das US-Außenministerium den Verkauf eines Patriot-Systems in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar genehmigt. Der Verkauf der F-35-Kampfjets landete indes durch eine Entscheidung des US-Kongresses in der Warteschleife. Von den 100 vereinbarten Mehrkampfflugzeugen wurden bislang lediglich zwei ausgeliefert.

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