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Katar-Krise - Erdogan auf Vermittlungsmission am Golf

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Inmitten der Katar-Krise ist der türkische Staatschef Erdogan als Vermittler in die Golfregion gereist. Er landete am Sonntag in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda. Dort traf er zunächst König Salman. Weitere Stationen seiner Reise sind Katar und Kuwait.

In der Katar-Krise ist in der Nacht das Ultimatum ausgelaufen. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Emirate wollen heute über mögliche Konsequenzen beraten. Angesichts der Krise um den Golfstaat Katar reist Bundesaußenminister Gabriel …

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"Niemand hat ein Interesse daran, dass sich diese Krise weiter hinzieht", sagte Erdogan, bevor er zu einer zweitägigen Reise in die Region aufbrach. "Die muslimische Welt braucht Zusammenarbeit und Solidarität und keine neue Spaltung." Er warf nicht näher bezeichneten "Feinden" vor, "das Feuer zwischen den Brüdern" anzufachen.

Lob für Katar

Erdogan bekräftigte vor der Reise, dass Katar seit Beginn der Blockade klug und überlegt gehandelt habe. Es habe ernsthafte Versuche für eine Entspannung unternommen.

Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Bahrain haben seit Anfang Juni alle diplomatischen Beziehungen und Verkehrsverbindungen zu Katar abgebrochen. Sie werfen dem Golfstaat Unterstützung von Extremisten und Terrorgruppen vor und fordern eine politische Neuausrichtung.

Erdogan setzt auf Riad

Ein ursprünglich 13 Punkte umfassender Forderungskatalog verlangte unter anderem die Schließung von Medienorganisationen wie Al-Dschasira, den Abbruch sämtlicher Kontakte zur Muslimbruderschaft und den Abzug türkischer Truppen aus Katar. Die katarische Führung hat die Forderungen zurückgewiesen.

Die Türkei steht in dem Konflikt hinter Katar, ist aber auch darum bemüht, ihre Beziehungen zu Saudi-Arabien nicht zu beschädigen. Riad komme bei der Beilegung der Krise "eine wichtige Rolle" zu, betonte Erdogan.

Katars Emir offen für Lösung

Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani hatte sich am Freitag erstmals öffentlich zu dem Konflikt geäußert und sich offen für eine Lösung gezeigt. Jegliche Verhandlungen müssten jedoch Katars Souveränität und Willen berücksichtigen, sagte er in einer Fernsehansprache. Lösungen könnten nicht von außen diktiert werden.

Die Krise in der öl- und erdgasreichen Golfregion hat große internationale Besorgnis ausgelöst. Vor Erdogan haben bereits ranghohe Diplomaten der USA, Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs vor Ort versucht, den Streit beizulegen - ohne Erfolg.

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