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Erdogan zu Frauentagsmarsch - Erdogan: Demo respektlos gegenüber Islam

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In aller Welt gab es am vergangenen Freitag Demonstrationen zum Frauentag. Präsident Erdogan relativiert die Zerschlagung einer solchen in Istanbul.

Erdogan wirft den Demonstrantinnen mangelnden Respekt vor.
Erdogan wirft den Demonstrantinnen mangelnden Respekt vor.
Quelle: -/Iranian Presidency/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Teilnehmerinnen eines großen Marsches zum Internationalen Frauentag in Istanbul mangelnden Respekt gegenüber dem Islam vorgeworfen. Die Demonstrantinnen hätten den Ruf zum Gebet nicht respektiert, sagte er.

Erdogans Äußerungen sind eine Reaktion auf viel kritisierte Vorkommnisse vom Freitagabend, als die Istanbuler Polizei die friedliche Demonstration für Frauenrechte mit Tränengas auseinandertrieb.

Erdogan: Ruf zum Gebet nicht respektiert

Die Demonstrantinnen hätten den Ruf zum Gebet nicht respektiert, sagte Erdogan während einer Wahlkampfveranstaltung im südosttürkischen Hakkari. "Ihnen ging es darum, das Land vor den Wahlen aufzumischen", fügte er hinzu. Ende März stehen in der Türkei Kommunalwahlen an.

Die Istanbuler Polizei hatte die große friedliche Demonstration für Frauenrechte am Freitag nahe dem Taksim-Platz mit Barrieren gestoppt und die Teilnehmerinnen mit Tränengas auseinandergetrieben. Der Polizeieinsatz kam unerwartet. In den vergangenen Jahren hatten die Behörden den Marsch selbst während des Ausnahmezustands nach dem Putschversuch von 2016 erlaubt. Die Polizei hatte ihn diesmal jedoch kurz zuvor verboten.

Volk aufgehetzt

Der türkische Präsident ließ während der Rede auf der Wahlkampfbühne Videos vom Abend zeigen und kommentierte sie. Er wies zum Beispiel darauf hin, wie die Demonstrantinnen während eines Gebetsrufs, der im Hintergrund zu hören ist, weiter pfiffen oder Slogans riefen.

Er erwarte vom Volk, den "Unverschämten, die im Herzen Istanbuls Feindseligkeiten gegenüber dem Gebetsruf, der Fahne und der Moral demonstriert haben, Einhalt zu gebieten", sagte Erdogan. Er beschuldigte auch die Oppositionsparteien. "Wer steckt hinter der Horde, die den Gebetsruf ausbuht, ihn auspfeift, versucht, ihn mit Pfeiftönen zu unterdrücken und mit ihren unverschämten Bannern und Slogans zügellos in ihrer Respektlosigkeit ist? Wer steckt hinter ihr?" Dann nannte er die Oppositionsparteien.

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