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Ergebnis von WMO-Klimabericht - 2015 bis 2019 heißeste Periode

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Die Weltwetterorganisation trägt in ihrem Bericht die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum aktuellen Klima zusammen. Das neueste Ergebnis ist beunruhigend.

2015 bis 2019 war wohl die wärmste Fünfjahresperiode. Archivbild
Der neue WMO-Bericht liefert beunruhigende Daten.
Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

2015 bis 2019 dürften nach vorläufigen Berechnungen der Weltwetterorganisation (WMO) die heißeste Fünf-Jahres-Periode seit Beginn der Messungen vor rund 150 Jahren gewesen sein. Die durchschnittliche Temperatur habe in diesem Zeitraum um 1,1 Grad über jener der vorindustriellen Zeit gelegen.

Verglichen mit der vorherigen Fünf-Jahres-Periode lag der Anstieg bei 0,2 Grad. Das geht aus dem neuen Bericht der WMO hervor, in dem sie vor dem UN-Sondergipfel die wichtigsten Klimaerkenntnisse zusammengetragen hat.

Um den Anstieg der Durchschnittstemperatur bis 2100 unter zwei Grad zu halten, müssten die Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgase verdreifacht werden, sagte WMO-Generaldirektor Petteri Taalas. Um die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, sei eine Verfünffachung nötig. Das Zwei-Grad-Ziel halten Wissenschaftler für das mindeste, um eine gefährliche Störung des Weltklimas abzuwenden.
Im Weltklimaabkommen von Paris hatten Staaten vor vier Jahren vereinbart, eine Begrenzung von 1,5 Grad anzustreben.

WMO fordert ehrgeizige Klimaziele

"Alle Signale und Folgen des Klimawandels - der Anstieg des Meeresspiegels, der Eisverlust, das Extremwetter - sind stärker geworden", berichtete die WMO. Es sei dringend nötig, jetzt ehrgeizige Klimaziele zu setzen. "Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich und wir fürchten, dass ein abrupter Rückgang des Eises in der Antarktis und in Grönland die Entwicklung noch verschärft", sagte Taalas.

Zudem befinden sich laut WMO in der Atmosphäre so viele Treibhausgase wie noch nie zu Lebzeiten des Menschen. Messungen von Klimaforschern hätten für 2015 bis 2019 Rekordwerte von Kohlenstoffdioxid, Methan und anderen klimaschädlichen Gasen gezeigt, hieß es. Kohlenstoffdioxid verbleibe in der Atmosphäre für Jahrhunderte und in den Ozeanen sogar noch länger. Das bedeute, dass sich die Erderwärmung fortsetze.

Die WMO trägt in dem Bericht die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum dramatischen Rückgang des Eises, dem Anstieg des Meeresspiegels, der Versauerung der Meere sowie den klimatischen Ursachen für extreme Hitzewellen, Waldbrände und Überschwemmungen zusammen.

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