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Ermittlungen in Russland-Affäre - Durchsuchung bei Trumps Ex-Wahlkampfmanager

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Das FBI hat einen der Wohnsitze des früheren Wahlkampfmanagers von US-Präsident Trump, Paul Manafort, durchsucht. Hintergrund sind Ermittlungen zur mutmaßliche Beeinflussung der US-Wahl durch Russland und mögliche Absprachen Moskaus mit Trumps Wahlkampfteam.

FBI-Sonderermittler Robert Mueller hat eine Grand Jury eingesetzt, um mögliche Verbindungen von Trumps Wahlkampfteam nach Russland zu untersuchen. US-Präsident Donald Trump wies die Anschuldigungen als "totale Erfindung" zurück.

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Paul Manafort ist eine der Hauptfiguren aus dem Umfeld von US-Präsident Trump, gegen die in der Russland-Affäre ermittelt wird. Er pflegte gute Kontakte nach Russland und angeblich auch zur ehemaligen Russland-freundlichen Regierung in der Ukraine.

Durchsuchungsbefehl deutet auf ausreichende Beweise hin

Nach Angaben der "Washington Post" fand die Hausdurchsuchung im Auftrag von Russland-Sonderermittler Robert Mueller bereits am 26. Juli statt. Manaforts Sprecher Jason Maloni bestätigte die Durchsuchungen. Zum Hintergrund erklärte er aber lediglich,
Manafort habe sich kooperativ gezeigt, als die Agenten mit einem Durchsuchungsbefehl zu ihm gekommen seien.

Die Tatsache, dass ein Richter den Ermittlern überhaupt einen Durchsuchungsbefehl ausstellte, deutet darauf hin, dass sich die Vorwürfe gegen Manafort erhärtet haben. Denn ein Richter gewährt einen Durchsuchungsbefehl nur, wenn er der Überzeugung ist, dass es ausreichende Beweise gibt, dass ein Verbrechen verübt worden sein könnte.

Manafort streitet Fehlverhalten ab

Das FBI untersucht seit längerem Manaforts Geschäfte in der Ukraine und seine angebliche Arbeit für den früheren, Russland-treuen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Diese Ermittlung wurde mittlerweile in die Russland-Untersuchung Muellers integriert. Mit den möglichen unlauteren Absprachen von Trump-Vertrauten mit Russland beschäftigen sich zudem mehrere Ausschüsse im Kongress. Manafort wurde erst am Tag vor der FBI-Hausdurchsuchung vom Geheimdienstausschuss im Senat befragt. Er hat von Anfang an jegliches Fehlverhalten abgestritten.

Bei der Anhörung vor dem Senatsausschuss ging es vor allem um ein Treffen mit einer russischen Anwältin im Juni 2016, an dem neben Manafort auch Trumps Sohn und Schwiegersohn, Donald Jr. und Jared Kushner, teilgenommen hatten. Von Donald Jr. freigegebene E-Mails legen nahe, dass sich die drei von der Anwältin belastende Informationen über Trumps demokratische Rivalin Hillary Clinton erhofften, die angeblich direkt von der russischen Regierung stammten.

Gefeuert wegen Lobby-Job für die Ukraine

Wenig später musste Manafort den Job als Wahlkampfchef des damaligen republikanischen Präsidentschaftskandidaten Trump aufgeben. Grund war aber nicht dieses Treffen, das erst später bekannt wurde, sondern seine frühere mutmaßlich hoch dotierte Lobby-Arbeit für die Janukowitsch-Regierung in den USA.

Zudem arbeitete Manafort in den 2000er Jahren heimlich als Lobbyist für den russischen Aluminiumindustriellen Oleg Deripaska, wie die Nachrichtenagentur AP im März erfuhr. Ihm soll Manafort angeboten haben, politische Entscheidungsträger, Unternehmer und Journalisten innerhalb der USA, Europas und der ehemaligen Sowjetrepubliken zugunsten der Regierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu beeinflussen.

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