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Einsatz in Flüchtlingsheim - Polizei nimmt Männer in Gewahrsam

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Nach der gescheiterten Abschiebung im baden-württembergischen Ellwangen hat die Polizei am Morgen in der betroffenen Flüchtlingsunterkunft mehrere Afrikaner in Gewahrsam genommen.

Polizeieinsatz im Flüchtlingsheim  - Ein Mann am 03.05.2018 von maskierten Polizisten eskortiert
Die Polizei hat in der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen mehrere Afrikaner in Gewahrsam genommen.
Quelle: dpa

Ob die anscheinend in Handschellen abgeführten Männer im Zuge ihrer Vernehmung auch festgenommen wurden, ist bislang nicht bekannt. Am Morgen habe zudem ein Rettungswagen mit Blaulicht und in Begleitung eines Einsatzfahrzeugs der Polizei das abgesperrte Gelände der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge verlassen. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Aalen kündigte für den Vormittag weitere Informationen zu dem Polizeieinsatz an. Dieser hatte um 5:30 Uhr mit einem großen Aufgebot von Polizisten sowie Spezialkräften mit Dutzenden von Fahrzeugen begonnen.

Abschiebung vor drei Tagen verhindert

Mutmaßliche Flüchtlinge hatten vor drei Tagen die Abschiebung eines eines 23-jährigen Asylbewerbers aus dem westafrikanischen Kleinstaat Togo aus der Landeserstaufnahmestelle Ellwangen verhindert, dessen Antrag abgelehnt worden war. Deshalb kam die Polizei mit einem großen Aufgebot zurück.

Beobachter vor Ort sprachen von einem großen Polizeiaufgebot rund um das frühere Bundeswehrgelände. Die Beamten rückten demnach mit mehreren Dutzend Mannschaftsbussen an. Die Straßen wurden weiträumig abgesperrt. Außerdem hielt sich die Polizei mit weiteren Kräften in Bereitschaft. Zu sehen waren Beamte in Schutzkleidung. Sanitäter und Notärzte waren ebenfalls vor Ort.

150 bis 200 Flüchtlinge

Mutmaßliche Flüchtlinge wahrscheinlich afrikanischer Herkunft hatten in der Nacht zum Montag die Abschiebung des Afrikaners mit Gewalt verhindert. Die Polizei musste die Aktion in der Nacht zum Montag abbrechen, weil die Situation für die Streifenwagenbesetzungen offenbar zu gefährlich wurde. Etwa 150 bis 200 mutmaßliche Flüchtlinge sollen laut Darstellung von Zeugen die Streifenwagen umringt und die Polizisten bedrängt haben. Später sollen sie mit Hilfe eines Ultimatums erreicht haben, dass die Schlüssel zu den Handschellen des Mannes überreicht wurden. Der Mann soll danach untergetaucht sein.

Als Reaktion auf die Krawalle forderte der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster ein härteres Durchgreifen der Sicherheitsbehörden. "In unserem Rechtsstaat gibt es eindeutige rote Linien, die mittlerweile beinahe täglich von Asylbewerbern vorsätzlich überschritten werden", sagte Schuster "Focus Online". "Das tolerante Entschuldigen solcher Entgleisungen ist jetzt völlig fehl am Platz, ich erwarte politische Rückendeckung auf allen Ebenen für mehr spürbare Härte im Vorgehen unserer Exekutivbehörden."

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