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US-Vertretung in Israel - Botschaftseröffnung in Jerusalem im Mai

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Die USA will den Sitz ihrer Israel-Botschaft schon im Mai nach Jerusalem verlagern. Ein Regierunssprecher bestätigte einen Umzug der US-Diplomaten am 14. Mai.

Archiv: Die Altstadt von Jerusalem, aufgenommen am 25.07.2017
Blick auf die Altstadt von Jerusalem (Archivbild).
Quelle: ap

Die neue US-Botschaft in Jerusalem soll nach Plänen der Regierung von Präsident Donald Trump schon im Mai diesen Jahres eröffnet werden. Das bestätigte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Die Eröffnung falle mit dem 70. Jahrestag der Gründung Israels zusammen. Das Datum dafür ist der 14. Mai.

Botschafter soll in Arnona sitzen

Die Botschaft solle zunächst in einem Gebäudekomplex im Stadtteil Arnona angesiedelt werden, in dem sich bislang ein Konsulat befindet, erklärte der Sprecher. Zunächst sollten US-Botschafter David Friedman und ein "kleines Team" von dort aus arbeiten.

Die offizielle Anerkennung von Jerusalem als israelische Hauptstadt durch die USA und die Verlegung der Botschaft sind hochumstritten, da der Status der Stadt eine der heikelsten Fragen im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist. Die Palästinenser betrachten ihrerseits den Osttteil der Stadt als künftige Hauptstadt ihres angestrebten unabhängigen Staates.

Palästinenser kritisieren Umzugsdatum

Die Palästinenser reagierten entrüstet auf die Ankündigung. Chefunterhändler Saeb Erekat kritisierte auch scharf das Datum - einen Tag bevor die Palästinenser am 15. Mai der Nakba (Katastrophe) gedenken. Dabei geht es um den Verlust ihrer Heimat nach der Gründung des Staates Israel 1948. Während des ersten Nahostkriegs nach der Staatsgründung gab es nach unterschiedlichen Schätzungen rund 700.000 palästinensische Flüchtlinge. Erekat sagte, dieses Vorhaben "zeigt die Entschlossenheit der US-Regierung internationales Recht zu verletzen, die Zwei-Staaten-Lösung zu zerstören und die Gefühle des palästinensischen Volkes zu provozieren".

Das "Wall Street Journal" berichtete, das Außenministerium wolle den Komplex nach der Eröffnung weiter umrüsten, damit dort mehr Mitarbeiter untergebracht werden könnten. Das Ministerium erwäge zudem den Bau einer neuen Botschaftseinrichtung, schrieb die Zeitung weiter. Der amerikanische Kasinobesitzer Sheldon Adelson habe angeboten, dies finanziell zu unterstützen. Die Diskussionen darüber seien aber bislang informell.

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