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Erste Regionalkonferenz - SPD-Kandidatenpool für Parteivorsitz schrumpft

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Kaum ist das Rennen um den SPD-Vorsitz eröffnet, hat das Duo Ahrens/Lange seine Bewerbung schon zurückgezogen. Viel Beifall gab es für Forderungen nach einem GroKo-Ausstieg.

Das Schaulaufen der Kandidaten um den SPD-Vorsitz hat begonnen. Und sie erwartet ein Marathon: Es ist die erste Regionalkonferenz von insgesamt 23 Vorstellungsrunden, bei dem sich die Aspiranten profilieren müssen.

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Der Wettstreit um die künftige SPD-Spitze ist in die heiße Phase eingetreten: Der kommissarische Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel eröffnete am Mittwochabend in Saarbrücken die erste von 23 Regionalkonferenzen, auf denen sich die Bewerber um den Parteivorsitz der Basis stellen. "Es ist ein Wettbewerb um die besten Ideen, den wir stellvertretend für das Land führen", sagte er. Schäfer-Gümbel zeigte sich erfreut über das große Interesse der Basis. "Die Hütte ist voll, die Menschen sind interessiert", sagte er. "Die Anmeldezahlen steigen so rasant, dass die Hallen, die bisher gebucht sind, zu klein sind."

Lange und Ahrens verzichten

Das Kandidatenduo Simone Lange und Alexander Ahrens zog seine Bewerbung bereits zurück. Die Flensburger Oberbürgermeisterin und der OB von Bautzen unterstützen stattdessen den Ex-Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, der gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken antritt, wie Lange in Saarbrücken sagte. 

Nach Angaben von Generalsekretär Lars Klingbeil lagen für die Auftaktveranstaltung in Saarbrücken 600 Anmeldungen vor. Dort präsentierten sich acht Kandidatenduos und ein Einzelbewerber. Für den Ablauf der Regionalkonferenzen gelten strenge Regeln, um eine Gesamtdauer von zweieinhalb Stunden nicht zu überschreiten. So soll die Vorstellung der Kandidaten pro Duo oder Einzelbewerber nur fünf Minuten dauern. Auf Fragen der Moderatoren oder aus dem Publikum darf maximal 60 Sekunden lang geantwortet werden.

Lauterbach sieht Richtungswahl

Auf viel Beifall bei den mehreren hundert Parteimitgliedern stießen Forderungen nach einem Ausstieg aus der Großen Koalition. Das Thema sprach als erster der Vizefraktionschef Karl Lauterbach an. Er bekräftigte seine Forderung nach einem Ausstieg der SPD aus dem Regierungsbündnis und bekam dafür kräftigen Applaus. Lauterbach tritt gemeinsam mit Nina Scheer an. Der ebenfalls kandidierende Bundesfinanzminister Olaf Scholz betonte, die SPD müsse immer darauf bestehen, "dass alle gleich viel wert sind". Es gehe darum, den Sozialstaat zu verteidigen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius forderte, die SPD müsse die Selbstbeschäftigung beenden. "Davon haben die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Deutschland die Nase voll", rief er unter lautem Applaus.

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