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Erster Raketenalarm seit 1994 - Geschosse auf Tel Aviv gefeuert

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Es war der erste Raketenalarm in Tel Aviv seit dem Gaza-Krieg 2014. Die Geschosse wurden nach israelischen Armeeangaben aus dem Gazastreifen abgefeuert.

Stadtansicht von Tel Aviv
Tel Aviv wurde aus dem Gazastreifen mit Raketen beschossen.
Quelle: ZDF

Militante Palästinenser im Gazastreifen haben nach Angaben der israelischen Armee mindestens zwei Raketen auf den Großraum Tel Aviv abgefeuert. In der Stadt und ihren Vororten waren am Abend Warnsirenen und Explosionen zu hören. Nach Armeeangaben gab es weder Verletzte noch Sachschaden.

Zuletzt war es im Gaza-Krieg im Sommer 2014 zu ähnlichen Angriffen auf den Großraum Tel Aviv gekommen. Palästinenser schossen in den vergangenen Wochen immer wieder mit Raketen auf Israel. Israel reagierte mit Luftangriffen.

Ein Geschoss ins Meer gestürzt

Nach Angaben des Bürgermeisters von Tel Aviv, Ron Huldai, stürzte eines der Geschosse offenbar ins Meer. Die andere Rakete sei außerhalb von Tel Aviv eingeschlagen. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu berief laut einem TV-Bericht eine Krisensitzung im Verteidigungsministerium ein.

Im Oktober war eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete im Meer vor der Küste von Tel Aviv gelandet. Eine zweite Rakete beschädigte das Haus einer Familie in der südisraelischen Stadt Beerscheba. Israels Armee flog daraufhin Luftangriffe auf 20 Ziele im Gazastreifen. Dabei wurde nach palästinensischen Angaben ein Palästinenser getötet. Zudem riegelte Israel die Grenzübergänge zum Gazastreifen ab.

Führende Kandidaten für härtere Gangart

Am 9. April wird in Israel ein neues Parlament gewählt und führende Kandidaten haben eine härtere Gangart gegenüber militanten Palästinensern im Gazastreifen gefordert.

Die militante Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad dementierte Medienberichte, wonach seine Mitglieder für die Angriffe verantwortlich seien. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen hieß es, eine ranghohe ägyptische Geheimdienstdelegation sei nach Gesprächen mit Hamas-Führern in dem Küstenstreifen wieder abgereist. Bei den Gesprächen sei es darum gegangen, eine im vergangenen Jahr vereinbarte Waffenruhe zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen wieder zu stärken.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

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