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Jetzt braucht es Deeskalation - Es hätte schlimmer sein können

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Die Angriffe des Iran mögen schlimm erscheinen, sie hätten viel schlimmer sein können. Und auch die verhaltene Reaktion Trumps lässt hoffen. Ein Kommentar.

Nach dem Angriff des Iran auf US-Stützpunkte sind die Konsequenzen noch unklar, eine Einschätzung der Lage geben die ZDF-Korrespondenten Jörg Brase und und Elmar Theveßen.

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Wenn der Iran seine mittelmäßig präzisen, ballistischen Raketen auf US-Basen in Grenznähe abgefeuert hätte, wäre die Genauigkeit größer, die Vorwarnzeit deutlich geringer gewesen. Insofern ist jetzt die Gelegenheit da, einmal durchzuatmen und über Deeskalation nachzudenken. 

Trumps verhaltene Reaktion ein gutes Zeichen

Dass US-Präsident Trump sich nicht, wie zunächst geplant, sofort per Fernsehansprache an die Nation wendete, stattdessen ein "all is good" twitterte und sich nun erst an diesem Mittwoch formell äußern will, ist vor diesem Hintergrund ein gutes Zeichen.

Selbst glühende Anhänger Trumps treten im Programm seines Lieblingssenders FOX-News auf und fordern Zurückhaltung. Schließlich habe er im Wahlkampf versprochen die "endlosen Kriege zu beenden", betont der ehemalige Armeeoberst Douglas MacGregor. Der Präsident sei wohl von Beratern in seiner Regierung zur gezielten Tötung von Soleimani gedrängt worden, um einen Krieg vom Zaun zu brechen. Dafür habe man Trump nicht gewählt. 

Eskalation wäre für Washington ein Desaster

Ob der US-Präsident einen Krieg vermeiden will und kann, hängt davon ab, ob der Iran seine Vergeltungsaktionen doch noch massiv ausweitet. Militärisch hätten die iranischen Streitkräfte kaum eine Chance gegen die amerikanische Übermacht. 50.000 US-Soldaten und modernste Waffensysteme befinden sich in der Region. Aber politisch könnte jede weitere Eskalation für die US-Regierung zum Desaster werden.

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