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Finale in Lissabon - Israel gewinnt ESC - Deutschland Vierter

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Israel gewinnt den Eurovision Song Contest. Sängerin Netta kann sich in Lissabon durchsetzen. Deutschland landet auf einem hervorragenden vierten Platz.

Netta bekam für «Toy» die meisten Punkte beim ESC 2018.
Netta bekam für «Toy» die meisten Punkte beim ESC 2018.
Quelle: Jörg Carstensen/dpa

Um 23:48 Uhr Ortszeit gibt es auf der zentralen ESC-Party in Lissabon kein Halten mehr. "Unglaublich", freut sich ein israelischer Fan. "Ich wusste, dass wir gewinnen werden", ein anderer. Beim Public Viewing am Ufer des Flusses Tejo sind die Fans aus Israel im Freudentaumel. Sie haben sich Israel-Fahnen umgebunden, sie küssen sich und als ESC-Siegerin Netta ihren Siegertitel noch einmal zum Besten gibt, singen sie lauthals mit. Als dann auch noch Feuerwerk über der Bühne gezündet wird, ist die israelische Siegerparty perfekt.

Grund der Freude: Der erste Sieg Israels bei einem ESC seit 1998. Nettas Auftritt ist aber auch perfekt: Sie gackert wie ein Huhn, tanzt und singt immer wieder die Textzeile "I’m not your toy, you stupid boy". Während ihres Auftritts zündet goldenes Feuerwerk auf der Bühne, drei Tänzerinnen und Winkekatzen sorgen für das richtige ESC-Feeling. Netta war bereits seit Wochen als Favoritin gehandelt worden. Am Ende gewinnt sie das Zuschauer-Voting und die internationalen Jurys, die zu 50 Prozent über den Sieger entscheiden, setzen sie auf Platz 3. In der Gesamtwertung schneidet niemand besser ab. Platz 1.

Michael Schulte holt Platz 4 für Deutschland

Die eigentliche Sensation des Abends: Deutschland. Für Michael Schulte aus Buxtehude läuft es richtig gut. Er bekommt mehrfach die Höchstwertung zwölf Punkte, etwa von den Jurys aus der Schweiz und den Niederlanden. Sein Song "You let me walk alone", der vom Tod seines Vaters handelt, erzeugt Gänsehaut bei vielen Zuschauern. Während er singt ist es andächtig still in der Halle, nach dem ersten Refrain bekommt er Szenenapplaus. Während seines Auftritt steht er vor einer Videowand, auf die Bilder seines verstorbenen Vaters projiziert werden.

Am Ende landet Schulte mit hervorragenden 340 Punkten auf Platz vier - nur knapp hinter Österreich, das mit 342 Punkten Dritter wird. Platz zwei geht in diesem Jahr an Zypern und Sängerin Eleni Foureira - eine Art Shakira-Double. Ihr Song "Fuego" ist sicherlich nicht der stärkste, aber die Show stimmt. Foureira tanzt vor echtem Feuer und in der Halle in Lissabon jubeln ihr die Fans zu. Auch auf zahlreichen ESC-Partys in Lissabon war der Song stets ein absolutes Stimmungshighlight.

43 Länder waren dabei

Insgesamt nahmen am ESC in Lissabon dieses Jahr 43 Länder teil. 17 Beiträge wurden in den beiden Semifinals am Dienstag und Donnerstag aussortiert. Im vergangenen Jahr hatte der Portugiese Salvador Sobral mit dem stillen Lied "Amar pelos dois" gewonnen und so den ESC zum ersten Mal überhaupt in sein Heimatland geholt. Deutschland hatte zuletzt sehr schlecht abgeschnitten: Letzter Platz 2015, letzter Platz 2016, vorletzter Platz 2017. Aber diesen Trend hat Michael Schulte ja nun eindeutig gebrochen.

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