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USA an Israels Seite - UN-Chef mahnt zu Deeskalation in Syrien

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Syrien schießt einen israelischen Kampfjet ab. Der UN-Generalsekretär zeigt sich besorgt über die Ausweitung der Gewalt. Die USA stellen sich an die Seite Israels.

Die Lage in Syrien spitzt sich weiter zu: Erstmals hat die syrische Luftwaffe einen israelischen Kampfjet abgeschossen. Die israelische Armee erklärte, sie habe zuvor Ziele in Syrien bombardiert, darunter "iranische Ziele".

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Nach dem Abschuss eines israelischen Kampfflugzeugs durch die syrische Luftabwehr nahe der gemeinsamen Grenze, hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres alle Parteien zu einer "sofortigen und bedingungslosen Deeskalation der Gewalt" aufgerufen. Eine politische Lösung sei "der einzige Weg, um die Gewalt und das schreckliche Leid der syrischen Bevölkerung zu beenden", sagte ein Sprecher in New York. Der Generalsekretär beobachte sowohl die "alarmierende militärische Eskalation" innerhalb Syriens wie auch deren gefährliche Ausdehnung über die Landesgrenzen hinweg.

"Alle Seite spielen mit dem Feuer"

Am Samstag hatte die syrische Luftabwehr in der Nähe der Grenze zu Israel ein israelisches Kampfflugzeug abgeschossen. Israels Luftwaffe flog in mehreren Wellen Angriffe in Syrien und bombardierte nach eigener Darstellung "iranische Ziele" und die Luftabwehr. Beschossen wurde syrischen Angaben zufolge unter anderem der strategisch wichtige Militärflughafen T4 im Zentrum des Bürgerkriegslandes. Er gilt als Stützpunkt der Armee und ihrer Verbündeten, die eng mit dem schiitischen Iran verbunden sind.

Der Vorfall verschärfe auf jeden Fall die Spannungen in der Region, sagt ZDF-Korrespondentin Nicola Albrecht im heute journal. "Alle Seiten spielen mit dem Feuer." Alle würden austesten, wie weit man sich beim potenziellen Gegner vorwagen könne, so Albrecht. Das sei sehr gefährlich, denn "wenn eine Seite definiert, dass ihre rote Linie überschritten wurde, dann droht eine neue Eskalation".

Israelisches Sicherheitskabinett tagt

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnte am Samstagabend vor einer neuen Eskalation. Sein Land strebe nach Frieden, werde sich aber gegen jeden Angriff und jeden Versuch verteidigen, "seine Souveränität zu verletzen", erklärte er. "Iran will syrisches Gebiet dazu benutzen, Israel anzugreifen, mit dem erklärten Ziel, Israel zu zerstören."

Heute will das israelische Sicherheitskabinett tagen. Die Minister wollten über das weitere Vorgehen nach der jüngsten Eskalation beraten, berichtete das israelische Fernsehen. In der Nacht zum Sonntag blieb die Lage ruhig, es kam vorerst zu keinen neuen Angriffen. Im Norden Israels sollten die Kinder regulär zur Schule gehen. 

Israel hatte nach eigenen Angaben mit der Welle von Luftangriffen in Syrien auf das Eindringen einer iranischen Drohne in sein Gebiet reagiert. Iran dementiert jedoch, eine solche Drohne eingesetzt zu haben.Teheran ist im syrischen Bürgerkrieg einer der wichtigsten Partner der Regierung in Damaskus. Die vom Iran finanzierte und mit Israel verfeindete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah kämpft an der Seite der Armee. Auch Israel sieht in der bewaffneten Gruppe eine große Bedrohung.

Hisbollah warnt Israel

Die israelische Luftwaffe hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Angriffe gegen Ziele in Syrien geflogen. Beobachter gehen davon aus, dass sich die meisten gegen die Hisbollah richten. So will Israel verhindern, dass sich die Miliz weiter aufrüsten kann.

Die Hisbollah erklärte, der Abschuss des israelischen Jets läute "den Beginn einer neuen strategischen Phase ein, die der Verletzung des syrischen Luftraums und Landes Grenzen setzt". Nach Angaben des israelischen Militärs führte Israel allerdings Stunden nach den ersten Angriffen erneut Luftangriffe innerhalb Syriens durch. Dabei sei ein Dutzend zusätzliche Ziele getroffen worden.

USA an Israels Seite: "Recht auf Selbstverteidigung"

Washington betonte unterdessen Israels Recht zur Selbstverteidigung. Die Vereinigten Staaten seien zutiefst besorgt über "die heutige Eskalation der Gewalt über die israelische Grenze", sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Heather Nauert. Die US-Regierung unterstütze "Israels souveränes Recht auf Selbstverteidigung".

Die "kalkulierte Eskalation der Bedrohung" durch Iran und das Bestreben des Landes, seine Macht zu zeigen, gefährde alle Menschen der Region - "vom Jemen bis zum Libanon", so Nauert. Die USA würden weiterhin gegen die Gesamtheit der böswilligen Aktivitäten des Irans in der Region vorgehen. Washington fordere Iran auf, Verhaltensweisen einzustellen, die Frieden und Stabilität in der Region bedrohten.

Das Verhältnis zwischen Washington und Teheran ist derzeit unter anderem wegen des Atomabkommens gespannt. Die USA halten das Abkommen für unzureichend. Der Iran hofft auf ein Fortbestehen des Deals.

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