Sie sind hier:

Digital-Hauptstadt Tallinn - Vom E-Papst bis zum Lieferroboter

Datum:

Heute ist Digitalgipfel in Tallinn. Ein passender Ort für die Regierungsvertreter aus 20 Ländern: Estland hat die wohl digitalisierteste Hauptstadt der Welt. Fünf Beispiele.

Digitale Bürger

Estland hat einen digitalen Staat für Bürger geschaffen. Jeder kann E-Bürger in Estland werden. Konten können mit wenigen Klicks von jedem Ort der Welt eröffnet werden, Unternehmen im Handumdrehen gegründet und Steuererklärungen eingereicht werden. Eine Chipkarte, ein Kartenleser und ein Computer sind die Grundvoraussetzung. Der Papst hat die digitale Staatsbürgerschaft schon, genauso wie Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Roboter liefert Essen und Pakete

Kleine Roboter huschen durch die Straßen Tallinns. Unauffällig und schwarz-weiß lackiert. Ein Lieferdienst setzt den Roboter für die Zustellung von Essen ein und die Post nutzt ihn für die individuelle Paketzustellung. Wenn das Handy brummt, steht der Roboter vor der Tür. Mit einem Klick öffnet sich sein Bauch und die Lieferung ist da. Artig verabschiedet sich der kleine Helfer, bevor man ihm die Tür vor der Nase zuknallt.

Digitale Verwaltung

Eine Karte für alles: Krankenversicherung, Führerschein, Personalausweis. Alle Funktionen finden sich auf der Bürgerkarte. In einem Onlineportal kann man selbst überprüfen, wer, wann und wo das letzte Mal die eigenen Daten abgerufen hat: Polizei, Finanzamt oder Arzt. Über das Portal macht man seine Steuererklärung in drei Minuten. Nicht jede Behörde hat übrigens Zugriff auf alle Daten. Und ja, allen Sicherheitsbedenken zum Trotz: Die Esten vertrauen diesem System.

Online-Schüler

Mama und Papa haben es manchmal nicht so mit dem Internet. Oma und Opa erst recht nicht. Nachhilfe gibt es von Grundschülern: In Estland unterrichten sie die ältere Generation: Emojis, Facebook, Bilder versenden und Videoanrufe. Jede Unterrichtsstunde hat ein eigenes Thema. Wenn keine Nachhilfe in Sachen Internet auf dem Stundenplan steht, dann geht's ums Programmieren oder die Schüler lernen mit Tablets Englisch. Alles im ganz gewöhnlichen Unterricht.

Autonomes Fahren

Autonomer Bus in Tallinn
Fährt (fast) ohne Fahrer: Ein autonomer Bus in Tallinn. Noch überwachen aber Menschen die Fahrzeuge. Quelle: picture alliance/ZUMA Press

Zugegeben: Alles können die Esten doch noch nicht. Zwar ist Tallinn Pilotstadt für autonomes Fahren, aber noch wird munter getestet. Im Sommer rollten selbstfahrende Busse durch die Stadt. Zum Digitalgipfel sollen Taxen autonom unterwegs sein. Noch ist das alles in der Versuchsphase und ein Mensch überwacht die selbstfahrenden Gefährte. Aber immerhin: Das dichteteste Netz an E-Ladesäulen gibt es in Estland.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert auf Mein ZDF! Abo beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert

Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.