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Präsidentschaftswahl in Kenia - EU-Beobachter: Keine Hinweise auf Manipulation

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Die kenianische Wahlkommission hat den Vorwurf der Wahlfälschung zurückgewiesen. Rückendeckung bekommt sie von den EU-Beobachtern vor Ort. Doch die Manipulationsvorwürfe von Oppositionskandidat Odinga sorgten bereits für Proteste.

Bei Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Kenyatta wurden mindestens vier Menschen durch Polizisten erschossen. Die Wahlkommission wird den Vorwürfen einer manipulierten Wahl nachgehen.

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Wahlbeobachter der Europäischen Union haben nach eigenen Angaben keine Belege für die Vorwürfe der kenianischen Opposition, bei der Abstimmung über das Präsidentenamt sei betrogen worden. Es gebe keine Anzeichen für eine "zentralisierte oder lokal begrenzte Manipulation", sagte die Leiterin der EU-Beobachtermission, Marietje Schaake.

Der Kandidat der Opposition, Raila Odinga, hatte am Mittwoch gesagt, Hacker seien in das Computersystem der Wahlkommission eingebrochen. Das habe zu einem "massiven und umfassenden" Wahlbetrug geführt. Die Wahlkommission des ostafrikanischen Landes wies dies zurück. Nach Auszählung der Stimmen aus 95 Prozent der Wahllokale erhielt Odinga knapp 45 Prozent der Stimmen. Er lag damit deutlich hinter Amtsinhaber Uhuru Kenyatta, der auf etwas mehr als 54 Prozent kam.

Fast 20 Millionen registrierte Wähler waren am Dienstag auch aufgerufen, ein Parlament, Gouverneure, Senatoren, Abgeordnete der Landkreise und Frauenvertreterinnen zu wählen. Der Wahltag selbst verlief weitgehend friedlich.

Proteste in Kenia

Odinga reklamierte für sich, bei der Abstimmung am Dienstag besser abgeschnitten zu haben. Er berief sich auf Einschätzungen seiner Partei. Belege präsentierte er nicht.

Sowohl in der Hauptstadt Nairobi als auch in der Oppositionshochburg Kisumu waren Proteste ausgebrochen. Die Polizei erschoss Augenzeugen zufolge mindestens drei Menschen. Demonstranten töteten demnach eine vierte Person. Die Regierung wies diese Berichte zurück.

Die Vorkommnisse schürten Ängste, dass es zu ähnlichen Ausschreitungen zwischen den Bevölkerungsgruppen wie bei der Präsidentenwahl 2007 kommen könnte. Damals kamen etwa 1.200 Menschen ums Leben.

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